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Basketball : Ulmer Basketballern fehlt Konstanz

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Der schwierige Neubeginn nach dem Verlust von Topstar John Bryant gerät für die Basketballer von ratiopharm Ulm endgültig zum Stotterstart. Beim 79:84 gegen TBB Trier kassierte der Vizemeister von 2012 bereits die zweite Heimniederlage der jungen Saison.

In der kompletten vergangenen Spielzeit waren es nur drei - und die schweren Aufgaben gegen Hochkaräter aus Bamberg, München oder Berlin stehen erst noch an. «Trier hat gezeigt, wie man mit Herz spielt und als Team auftritt», attestierte Ulms Trainer Thorsten Leibenath dem Gegner. «Sie waren heiß auf die Partie, das habe ich über 20 Minuten nicht bei meiner Mannschaft gesehen - ein nicht akzeptabler Zustand.»

Die Ulmer verloren vor dieser Saison den Liga-MVP Bryant an die finanzstärkeren Münchner Bayern, und mussten mit insgesamt sieben Neuzugängen auch einen kräftigen Kader-Umbau verarbeiten. «Wenn wir ins Laufen kommen, sieht man, dass das Talent da ist», analysierte Geschäftsführer Thomas Stoll die bisherigen Auftritte der Neu-Verpflichtungen. «Aber wenn sie Fehler machen, sind sie relativ schnell frustriert.»

Mit nur drei Siegen aus den ersten sechs Ligaspielen steckt Vorjahres-Halbfinalist Ulm vorerst im Mittelfeld der Bundesliga fest, auch im Eurocup ist die Bilanz nach einem Sieg gegen Lyon und der Niederlage in Valencia bislang ausgeglichen. «Wenn man zu den Top-Mannschaften gehören will, braucht es ist nicht in jedem Spiel 105 Prozent, aber doch immer 90 Prozent», betonte Stoll. «Es gibt keine schwachen Teams in der Liga.»

Auch gegen Trier zeigte erneut National-Point-Guard Per Günther mit insgesamt 24 Punkten eine starke Leistung und führte sein Team mit drei getroffenen Dreipunktewürfen zwischenzeitlich wieder heran. Insgesamt sieben Topscorer bei den bisherigen acht Saisonauftritten sind zwar Ausweis der Ausgeglichenheit, aber auch einer ungesunden Wankelmütigkeit im Team. «Per ist der Einzige, der konstant seine Leistung bringt», bescheinigte Stoll dem «besten Aufbauspieler der Liga».

Dass Günthers bisheriger kongenialer Partner Bryant als wertvollster Profi der vergangenen beiden Saisons inzwischen nicht mehr für die Schwaben auf Korbjagd geht, erfüllt den Ulmer Macher nur bedingt mit Wehmut. «Wir sind glücklich, dass wir ihn hier drei Jahre bewundern durften und dass er sich bei uns entwickelt hat. Es ist uns lieber, dass er bei Bayern als irgendwo in Istanbul spielt», erklärte Stoll über den amerikanischen Center und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: «Außerdem gönnen wir ihm auch das Geld.»

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erstellt am 27.Okt.2013 | 14:12 Uhr

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