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Basketball : «Hamburg Towers» wollen 2014 Wildcard für die BBL

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Hamburg will von der nächsten Saison an eine Mannschaft in der Basketball-Bundesliga (BBL) etablieren. Das Team trägt den Namen Hamburg Towers. Die Mannschaft benötigt allerdings eine Wildcard für die Saison 2014/2015.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 13:50 Uhr

Häufig würden sportliche Aufsteiger aus wirtschaftlichen Gründen auf ihren Startplatz in der BBL verzichten, sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer bei einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus. Letzter Basketball-Bundesligist in der Hansestadt waren die BCJ Tigers vor elf Jahren.

Sollte keine Wildcard für die 1. Liga zur Verfügung stehen, werde eine Teilnahmeberechtigung für die 2. (Pro A) oder 3. Liga (Pro B) angestrebt. Es werde auf jeden Fall ein Team Hamburg Towers in einer der Ligen spielen, erklärten die beiden Sportlichen Leiter Pascal Roller und Marvin Willoughby. Die beiden Ex-Nationalspieler sind die treibenden Kräfte hinter dem Projekt. Der Etat von mindestens einer Million Euro sei gesichert. Als Spielstätte steht die sogenannte Blumenhalle in Hamburg-Wilhelmsburg mit 3500 Plätzen zur Verfügung.

BBL-Geschäftsführer Pommer äußerte Sympathie für das Hamburger Projekt: «Wir wollen 2020 die beste nationale Liga Europas haben. Das Hamburger Team wäre ein wichtiges Transportmittel auf dem Weg zu diesem Ziel.» Hamburg habe Profi-Basketball verdient, versicherte Pommer. «Es fehlt nur noch der Schlussteil der Pyramide.»

Eine mögliche Erstliga-Mannschaft ist noch nicht zusammengestellt worden. «Es wäre nicht seriös, schon jetzt Verträge abzuschließen. Es gibt aber Interessenbekundungen», sagte Sportchef Roller. Ende Mai nächsten Jahres steht fest, ob die Hamburger eine Wildcard erhalten können. Die Zeit bis zum Saisonbeginn reiche aus, eine Mannschaft zusammenzustellen, bekundeten alle Vertreter.

Willoughby ist schon lange der Motor Hamburger Teams in den Jugend-Bundesliga. Der ehemalige Nationalspieler engagiert sich zudem in der Sozialarbeit im Stadtteil Wilhelmsburg. Er sieht deshalb gewachsene Vereinsstrukturen. «Das Ganze ist geerdet, wächst von unten nach oben», meinte Innensenator Michael Neumann (SPD) über das Projekt. Zehn Prozent des Etats von angestrebten vier Millionen Euro sollen in Nachwuchs- und Sozialarbeit fließen, betonte Towers-Geschäftsführer Jochen Franzke.

Die Spielstätte wird auf Kosten der Stadt zur Basketballhalle umgebaut. Bei größerem Interesse seien auch Spiele in der knapp 13 000 Zuschauer fassenden O2-Arena denkbar. «Der Senat hat sich schon zehn Karten für das erste Spiel gesichert», betonte Innensenator Neumann.

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