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Sportpolitik : DBB-Präsident Weiss lehnt Anti-Doping-Gesetz ab

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In der Debatte um die Studie «Doping in Deutschland von 1950 bis heute» hat sich Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes, gegen ein Anti-Doping-Gesetz ausgesprochen.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 07:55 Uhr

«Die bisherige Gesetzesgrundlage ist für mich ausreichend», sagte das Präsidiumsmitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Nachrichtenagentur dpa. «Wir haben das Arzneimittelgesetz für die Hintermänner, wir haben die interne Sportgesetzgebung. Man kann darüber reden, ob die Sperren eventuell verschärft werden können. Damit habe ich kein Problem.»

Bei einer Bestrafung von vermeintlich gedopten Sportlern durch den Staat bestünde die Gefahr, dass es durch die umgekehrte Beweislast zu «wahnsinnigen Rechtsstreitigkeiten» käme. «Wenn das Urteil keine Schuld nachweisen kann, wird der Sportverband in Regress genommen, was für einzelne Verbände existenzielle Folgen haben kann», sagte Weiss.

Zuletzt hatten unter anderem DOSB-Ehrenpräsident Manfred von Richthofen und DFL-Präsident Reinhard Rauball eine schärfere Gesetzgebung gefordert, die aktuelle DOSB-Führung um Präsident Thomas Bach lehnt ein Anti-Doping-Gesetz bislang ab.

Vor der Sondersitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am 2. September zum Forschungsbericht über die dunkle Doping-Vergangenheit der Bundesrepublik mahnte Weiss eine sachliche Analyse an. «Hoffentlich wird es kein Wahlkampfthema, das Thema gehört da nicht rein, da muss man ein bisschen die Kirche im Dorf lassen.»

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