zur Navigation springen

Bamberg vor Finaleinzug - Sieg gegen den FC Bayern

vom

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 09:44 Uhr

Bamberg (dpa) - Die Brose Baskets Bamberg sind ihrem sechsten Meistertitel ein großes Stück nähergekommen. Im dritten Playoff-Halbfinale schlugen die fränkischen Bundesliga-Basketballer den FC Bayern München mit 98:79 (52:52) und schafften in der Best-Of-Five-Serie die wichtige 2:1-Führung.

Nun hat das Team von Trainer Chris Fleming am Sonntag im vierten Duell in München seinen ersten Matchball auf dem Weg in die Endspiele.

In einer engen Partie fiel die Entscheidung erst am Ende zugunsten der Gastgeber, die im Schlussviertel offensiv mehr Durchschlagskraft entwickelten. Beste Werfer bei den Brose Baskets waren Casey Jacobsen (24 Punkte) und Anton Gavel (21). «Lange war es ein Hin und Her, am Schluss waren wir dann effektiver», meinte Coach Fleming erfreut. Im Finale wähnt er sich aber noch nicht: «Spiel vier wird ein Kampf, das wird die schwierigste Auswärtsaufgabe in dieser Saison für uns.»

Die Bayern strauchelten nach einer lange vielversprechenden Vorstellung ausgerechnet in den letzten zehn Minuten, als ihnen kaum noch ein Korb gelang. Lawrence Roberts (16 Zähler) traf am häufigsten, enttäuscht aber waren alle. «Bamberg hat gnadenlos die Dreier getroffen und sehr viel Selbstvertrauen getankt. Jetzt müssen wir unser Heimspiel gewinnen», erkannte Münchens Robin Benzing.

Schon zur Halbzeit hatten die beiden Liga-Dominatoren insgesamt 104 Punkte erzielt. Nach zwei spektakulären ersten Vierteln stand es 52:52, beide Teams agierten lange auf Augenhöhe. Als die Bayern Anfang des zweiten Abschnitts mal bis auf acht Zähler davongezogen waren, schlugen die Bamberger Offensivkünstler um den US-Amerikaner Sharrod Ford prompt zurück: Binnen dreieinhalb Minuten war der Rückstand wettgemacht - und das Spiel offener denn je.

Selbst, dass bei den Bayern kurzfristig Stammkraft Steffen Hamann verletzt ausgefallen war, tat dem wie üblich variantenreichen Angriffsspiel in den ersten 30 Minuten keinen Abbruch. «Beide Mannschaften investieren ziemlich viel Kraft in der Verteidigung, aber beide finden trotzdem Wege für Punkte», sagte Bayern-Sportchef Marko Pesic zur Pause. Im dritten Viertel waren die Bamberger knapp vorn, konnten den Vorsprung aber zunächst ebenfalls nicht halten.

Nach Spiel Nummer zwei, der 83:93-Heimniederlage, hatte Pesic wie sein Vater - Trainer Svetislav - noch für heftig Zoff gesorgt. Beide schimpften in Richtung Referee Moritz Reiter - diesmal blieb der Sportdirektor braver. Einen «ausgezeichneten Job» schrieb er dem Schiedsrichter-Trio zu - und erkannte in Anspielung auf den Sonntag: «Emotionen sind manchmal ein sehr schlechter Ratgeber.»

Inhaltlich wollte er allerdings nicht von seinen Standpunkten abrücken. Pesic hatte Reiter unter anderem die Qualität auf höchstem Niveau abgesprochen. «Dass dieser Schiedsrichter noch einmal in den Playoffs pfeift, ist für uns völlig unverständlich», hatte er gesagt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen