Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch : Crash mit Tempo 280: Erste Hinweise auf Unfallursache

Der Moment, als Sophia Flörsch (dunkles Auto) verunfallte.
Der Moment, als Sophia Flörsch (dunkles Auto) verunfallte.

Die deutsche Fahrerin wurde nach einem schweren Rennunfall in Macau operiert. Nun äußert sich ihr Teamchef.

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19. November 2018, 14:31 Uhr

Macau | Für die Formel 3 stand am Sonntag die Welt für einen Moment still. Als die deutsche Fahrerin Sophia Flörsch mit knapp 280 km/h über einen Zaun an der Rennstrecke in Macau abhob, musste man das Schlimmste befürchten. Ungebremst flog die 17-Jährige in ihrem Rennboliden in einen Turm für Fotografen und TV-Kameras. Die Entwarnung folgte zeitnah: Flörsch hatte sich "nur" einen Bruch in der Wirbelsäule zugezogen, sie war ansprechbar und außer Lebensgefahr. Vier weitere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Doch wie konnte es zu diesem Unfall kommen?

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Eine offizielle Erklärung der FIA zu den Geschehnissen gibt es bislang nicht. Laut Präsident Jean Todt wird der Unfall zurzeit untersucht und "nötige Schlussfolgerungen" würden eingeleitet werden. Eine Aussage vom chinesischen Teamkollegen von Mick Schumacher, Guan Yu Zhou, könnte den internationalen Dachverband FIA in Bedrängnis bringen.

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Zhou habe gelbe Warnlampen auf der Geraden gesehen. Das würde das abrupte Bremsen von Jehan Daruvala erklären. "Ich denke, das war ein Organisationsfehler. Sophia war sehr nahe an Jehan Daruvala dran, und als der früh bremste, hatte sie keine Zeit zu reagieren", schilderte Zhou. "Sie hat mit ihrem Auto den rechten Hinterreifen von Jehans Auto getroffen, und wurde in die Luft geschleudert – bis in den Fangzaun der Lisboa-Kurve." Zu diesem Zeitpunkt hätte es keine gelben Warnlampen geben dürfen.

"Hoffnung, dass alles wieder gut wird"

"Es ist wohl so, dass ihr Vordermann Geschwindigkeit weggenommen hat. Sophia ist aufgefahren, dabei ist die Aufhängung ihres linken Vorderrades gebrochen. Dadurch hatte sie natürlich auch keine Möglichkeit mehr, zu bremsen", sagte Flörschs Teamchef Frits van Amersfoort im Gespräch mit "Sport 1". "Wir haben natürlich die Hoffnung, dass alles wieder gut wird." Ob sie bleibende Schäden davontragen würde, sei ungewiss.

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Am Montagmittag heißt es auf dem Twitteraccount von Flörsch: "Das Ärzte-Team arbeitet bewusst langsam, um Risiken zu vermeiden. Der bisherige OP-Verlauf sei gut und ohne Komplikationen. Die heute morgen begonnene OP dauert an." Nach elf Stunden dann die erste Entwarnung: Sophias Vater Alexander Flörsch teilte der Deutschen Presse-Agentur nach Rücksprache mit dem Chefarzt mit, dass die OP positiv verlaufen sei.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Lucas di Grassi, der zurzeit in der Formel E fährt, nahm die FIA per Twitter in Schutz: "Jeder, der in Macao an den Start geht, muss sich den Risiken bewusst sein. Wir alle sollten dankbar für die unglaubliche Arbeit der FIA in Sachen Sicherheit sein. Der Crash zeigt, wie sicher die Autos sind." Kein Wort zu Sophia Flörsch, keine Genesungswünsche:

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Allerdings finden sich auch einige kritische Stimmen bezüglich des enorm engen und somit gefährlichen Stadtkurses in Macau werden jedoch lauter. Ähnlich wie die Formel-1-Rennstrecke in Monaco gibt es in Macau kaum Platz zum Überholen, die Zuschauer und Journalisten sitzen beziehungsweise stehen enorm nah an der Rennstrecke. Für die Fahrer gibt es keine Möglichkeiten, bei einem Kontrollverlust ins Kiesbett oder Ähnliches auszurollen.

Todesfall im vergangenen Jahr

"Ich kann nicht verstehen wie diese 'Rennstrecke' sich mit den hohen Anforderungen der FIA vereinbaren lässt. Es waren zuviele Unfälle dort!", schreibt ein Twitter-User. Kritik von den Fahrern selbst gibt es nicht, obwohl es im vergangenen Jahr bereits zu einem Todesfall kam. Der britische Motorradfahrer Daniel Hegarty starb nach einem Sturz in Macau.

Die Motorsportwelt ist mit ihren Gedanken bei Flörsch. Mick Schumacher, der ebenfalls in der Formel 3 an den Start geht, wünscht Flörsch und allen weiteren Unfall-Beteiligten gute Besserung. Auch TV-Moderatorin Andrea Kaiser und Motorsport-Experte Florian König äußerten sich auf Twitter:

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