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St. Peter-Ording : 49. Strandsegel-Europameisterschaft läuft

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In St. Peter-Ording treffen derzeit 181 Spitzensportler aus zehn Nationen aufeinander. Sie segeln über den Strand - und sind dabei schneller als der Wind.

st. peter-ording | Seit Sonnabend in St. Peter-Ording die 49. Europameisterschaften im Strandsegeln. Bis Freitag werden 181 Spitzensportler aus zehn Nationen auf dem rund zwölf Kilometer langen und bis zu einem Kilometer breiten Sandstrand ihr Können demonstrieren und ihre Meister küren. Nach Angaben der Veranstalter kommen die Piloten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Schweden und der Schweiz. Da es sich um einen offenen Wettkampf handelt, startet außerdem ein Segler aus den USA. Ausgerichtet wird die EM vom Yacht Club St. Peter-Ording (YCSPO).

Die Sportler treten mit Segelwagen in sechs verschiedenen Klassen an. Diese unterscheiden sich in Konstruktion, Größe, Gewicht und Segelfläche. Als „Formel 1“ der Segelwagen gelten die Klasse-3-Yachten mit ihrem aerodynamisch geformten Rumpf. Die Boliden sind aus Kohlefaser und Kevlar gefertigt und kosten bis zu 20.000 Euro. In dieser sogenannten Königsklasse liegen die Piloten ausgestreckt im Cockpit und lenken mit den Füßen. Während der Rennen ragt nur ihr Kopf nach draußen.

Für die Wettkämpfe wurden drei verschiedene Kurse auf der sechs Kilometer langen Regattastrecke südlich der Seebrücke abgesteckt. Als besonders spektakulär gelten die Starts, bei denen bis zu 50 Piloten ihre Segelwagen anschieben und aufspringen. Nach Angaben der Veranstalter sind in diesem Jahr zum ersten Mal die sogenannten Miniyachten als eigene Klasse dabei - sehr kleine und wendige Strandsegelwagen. Der älteste Teilnehmer der EM 2013 ist 76 Jahre alt. Die beiden Jüngsten sind zwei 15-Jährige.

Die Bedingungen auf der Sandbank vor St. Peter-Ording gelten für Strandsegel-Wettkämpfe als weltweit einmalig. Bei optimalen Windverhältnissen brettern die Landyachten mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern über den harten Sandstrand, ein Tempo, das man ansonsten nur von Autobahnen kennt. „Damit ist Strandsegeln neben Eissegeln die mit Abstand schnellste vom Wind angetriebene Sportart“, sagte Yachtclub-Sprecher Jens Brambusch. Zum Vergleich: Die hochgerüsteten Katamarane beim America's Cup schaffen nur knapp Tempo 80 (40 Knoten).

In der Vergangenheit sind in St. Peter-Ording bereits neun Europameisterschaften und drei Weltmeisterschaften im Strandsegeln ausgetragen worden, darunter die erste Strandsegel-EM 1963 sowie die erste WM 1975.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 10:36 Uhr

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