Europameisterschaft 2024 : UEFA-Chef: Skandal um WM 2006 ohne Einfluss auf deutsche EM-Bewerbung

<p>UEFA-Chef Aleksander Ceferin betonte, dass die Affäre um die WM 2006 keinen Einfluss auf die Vergabe der EM 2024 hat. </p>

UEFA-Chef Aleksander Ceferin betonte, dass die Affäre um die WM 2006 keinen Einfluss auf die Vergabe der EM 2024 hat.

Die Affäre um die WM 2006 hat laut UEFA-Chef Aleksander Ceferin keine negativen Folgen auf die deutsche EM-Kandidatur.

shz.de von
21. Mai 2018, 18:26 Uhr

Genf | „Das wirkt sich nicht auf die aktuelle deutsche Bewerbung aus. Es gibt ja nun ein komplett anderes Team beim DFB. Dessen Präsident Reinhard Grindel ist einer transparenten Handlungsweise extrem zugewandt und auch sehr sorgfältig, was die Einhaltung von Good-Governance-Richtlinien angeht“, sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union mit Blick auf die Fußball-EM 2024 in einem am Montag vorab veröffentlichten „Kicker“-Interview (Dienstag).

6,7 Millionen Euro hatte das damalige Organisationskomitee der Fußball-WM 2006 an die Fifa gezahlt. Gedacht waren sie für das Kulturprogramm des Weltverbandes. Der DFB räumte – nach öffentlichem Druck – Ungereimtheiten ein.

Entscheidung am 27. September

Am 27. September entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee zwischen Deutschland und der Türkei über den EM-Ausrichter. Zu den Auswirkungen der politischen Verhältnisse in der Türkei sagte Ceferin (50): „Egal, was ich zu diesem Thema sagen würde, es wäre zu viel.“

Der Slowene verwies darauf, dass im Unterschied zum Weltverband FIFA beim europäischen Dachverband das Exekutivkomitee entscheide und dass die UEFA ein geheimes Abstimmungsverfahren habe, „welches der einzige Weg ist, demokratisch abzustimmen. Denn wie wollen Sie mich unter Druck setzen, wenn Sie nicht wissen, wie ich abstimmen werde?“, sagte Ceferin. Bei einem Patt entscheidet die Stimme des UEFA-Chefs.

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