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Nach Ellbogencheck gegen Cavendish : Tour de France 2017: Peter Sagan bleibt vom Radrennen ausgeschlossen

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Der Zusammenstoß mit Cavendish soll Absicht gewesen sein. Sagan sagt dagegen, er habe seinen Konkurrenten nicht gesehen.

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erstellt am 05.Jul.2017 | 11:22 Uhr

Vittel/Berlin | Der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe hatte gegen den Ausschluss von Weltmeister Peter Sagan bei der 104. Tour de France Einspruch eingelegt, jedoch ohne Erfolg. Der Radsportweltverband UCI lehnte den Einspruch gegen den Ausschluss des 27-Jährigen am Mittwoch vor dem Start der fünften Etappe der Frankreich-Rundfahrt ab, wie Sagan ineinem kurzen Statement bestätigte. „Ich bin gegen die Entscheidung der Jury, aber ich akzeptiere sie.“

Sagan war am Dienstag nach der vierten Etappe disqualifiziert worden, weil er im Schlussspurt seinen Kontrahenten Mark Cavendish mit einem Ellbogenschlag zu Fall gebracht hatte. Cavendish brach sich das Schulterblatt und musste die Tour aufgeben. Zahlreiche Rennfahrer wie der Rostocker André Greipel hatte nach Ansicht der Fernsehbilder ihre zunächst geäußerte Kritik an Sagan revidiert. „Ich denke, die Entscheidung der Jury ist zu hart“, twitterte Greipel.

Tour de France 4. Etappe von Mondorf-les-Bains (Luxemburg) nach Vittel (Frankreich). Der Brite Mark Cavendish stürzt beim Zielsprint nach einem Ellbogencheck von Peter Sagan aus der Slowakei.

Tour de France 4. Etappe von Mondorf-les-Bains (Luxemburg) nach Vittel (Frankreich). Der Brite Mark Cavendish stürzt beim Zielsprint nach einem Ellbogencheck von Peter Sagan aus der Slowakei.

Foto: Christophe Ena/dpa
 

„Im Sprint habe ich Mark nicht gesehen. Er kam von rechts und ich wollte an das Hinterrad von Kristoff. Mark kam sehr schnell von hinten und hat mich berührt. Ich hatte keine Zeit zu reagieren und er kam zu Sturz“, wird Sagan in einer Pressemitteilung des Teams zitiert. Die Bora-Mannschaft sei mit der Disqualifikation nicht einverstanden und fordere die Wiederaufnahme in die Ergebnisliste.

Der Brite Mark Cavendish vom Team Dimension Data wird nach dem Sturz im Schlusssprint behandelt.

Mark Cavendish vom Team Dimension Data wird nach dem Sturz im Schlusssprint behandelt.

Foto: Stephane Mantey/dpa
 

Die Jury hatte Sagan zunächst mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegt, später aber dann ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert. Bei Cavendish wurde unterdessen ein Bruch der rechten Schulter diagnostiziert, für den Ex-Weltmeister ist die Tour beendet.

Der deutsche Radprofi André Greipel bedauert den Ausschluss des Weltmeisters Peter Sagan von der Tour de France. „Ich denke, die Entscheidung der Jury ist zu hart“, twitterte der Rostocker vor der fünften Etappe der Frankreich-Rundfahrt, die am Mittwoch von Vittel in die Vogesen führt. Sagan war am Dienstag nach der vierten Etappe disqualifiziert worden, weil er im Schlussspurt seinen Kontrahenten Mark Cavendish mit einem Ellbogenschlag zu Fall gebracht hatte.

Kurz nach dem Vorfall hatte Greipel noch gegen Sagan gewettert: „Nur weil er das Weltmeister-Trikot anhat, kann er sich nicht alles erlauben.“ Später bat er den Slowaken via Twitter um Verzeihung: „Manchmal sollte ich mir die Bilder anschauen, bevor ich etwas sage.“ Der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe legte gegen den Ausschluss seines Fahrers Sagan Protest ein und verlangte dessen Wiederaufnahme in die Ergebnislisten.

 

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