Gute Partie des Stürmers : Timo Werner: Auf dem Platz kamen fast die Tränen

Zwischen Schock und Glücksgefühl: Stürmer Timo Werner.
Zwischen Schock und Glücksgefühl: Stürmer Timo Werner.

Nachdem er an beiden Toren beim Deutschland-Sieg gegen Schweden beteiligt war, wurde Timo Werner emotional.

shz.de von
24. Juni 2018, 18:14 Uhr

Sotschi | "Wir waren schockiert: Unsere Köpfe waren nicht mehr viel weiter oben als Kniehöhe.“ Das sagte Timo Werner nach der Partie, jener deutscher Stürmer, dessen Kopf in Luftduellen tatsächlich oft nur die Kniehöhe der riesigen schwedischen Abwehrkanten erreicht hat. Natürlich meinte der Stürmer von RB Leipzig aber den Status des eigenen Selbstvertrauens direkt nach dem Gegentor zum 0:1 – dem erneuten Rückschlag.

Starkes Dribbling plus Hereingabe

Dass Deutschland sich daraus befreien konnte, lag auch zu einem Großteil an Werner: Den Ausgleich bereitete er mit einem starken Dribbling plus Hereingabe vor. Mit einer ähnlichen Aktion holte er den Freistoß zum 2:1 heraus, den Toni Kroos in allerletzter Minute so herrlich in die Maschen schlenzte. "Da kamen mir auf dem Platz fast die Tränen. Wir hatten es einfach so verdient“, sagte Werner angesichts der hochüberlegen geführten Partie mit dem finalen Happy End, zu dem er ergänzte: "Das passte irgendwie zu dieser WM. Entweder gibt es Eigentore, Traumtore oder Standardtore.“

Stärker auf dem linken Flügel

Zwei der drei Kategorien erfüllte Kroos’ Freistoßtor, da hat Werner sicher recht. Ergänzt werden muss aber Folgendes: Die Tore fielen erst, nachdem der 23-Jährige sie aus dem Spiel heraus vorbereitet hatte – und als er nach der Pause mit der Einwechslung von Stoßstürmer Mario Gomez auf den linken Flügel auswich. Dort hatte er mehr Platz – und konnte seine Schnelligkeit besser einsetzen. "Wir hatten eine andere Spielanlage. Dort Betrieb zu machen war mein Auftrag“, stellte der flinke Flitzer von RB Leipzig lapidar fest. Gomez im Zentrum, Werner aus der Tiefe – diese Konstellation dürften die Fans nicht zum letzten Mal bei diesem Turnier gesehen haben.

"Das muss der Wendepunkt gewesen sein“

Werner jedenfalls geht davon aus, dass die WM für Deutschland noch länger dauert als bis zum Mittwoch. "Das muss der Wendepunkt gewesen sein. Wenn wir diese Steilvorlage jetzt nicht annehmen und nutzen, dann weiß ich’s auch nicht…“

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