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Davis Cup : Tennisspieler Shapovalov schießt Schiri ab und wird disqualifiziert

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Aus Ärger über einen Fehler schlug der 17-Jährige den Ball weg – und traf den Unparteiischen mitten im Gesicht.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 13:47 Uhr

Ottawa | Der Übeltäter war selbst am meisten geschockt. „Ich schäme mich unglaublich“, sagte der kanadische Tennisspieler Denis Shapovalov, nachdem er für das wohl kurioseste Ende einer Begegnung in der Geschichte des Davis Cups gesorgt hatte.

Shapovalov wurde am Sonntag im entscheidenden fünften Einzel der Erstrundenpartie zwischen Kanada und Großbritannien gegen den Briten Kyle Edmund disqualifiziert, weil er verärgert über einen eigenen Fehler den Ball wegschlug - und dabei unabsichtlich den Schiedsrichter Arnaud Gabas im Gesicht traf.

Das Spiel wurde sofort beim Stand von 6:3, 6:4, 2:1 für Edmund gewertet, das britische Team setzte sich mit 3:2 durch. Auch ohne den Weltranglisten-Ersten Andy Murray schafften die Briten so den Sprung ins Viertelfinale.

Der 17 Jahre alte Shapovalov erkundigte sich sofort nach dem Befinden des Unparteiischen, suchte den Referee auch später in dessen Kabine auf. „Zum Glück ging es ihm gut, aber selbstverständlich ist mein Verhalten inakzeptabel“, sagte der Junioren-Champion von Wimbledon. „Ich fühle mich einfach schrecklich, dass ich mein Team und mein Land im Stich gelassen habe“, sagte der Shootingstar des kanadischen Tennis. „Ich verspreche, dass es das letzte Mal war, dass ich so etwas getan habe.“

Seine Teamkollegen nahmen den Teenager direkt in Schutz. „Niemand ist netter oder benimmt sich als 17-Jähriger besser als Shapovalov“, twitterte Vasek Pospisil. „Jeder konnte heute sehen, dass es ein Unfall war. Das kann jedem passieren.“

 

Der Internationale Tennis-Verband kannte dennoch keine Gnade. Wegen Unsportlichkeit wurde Shapovalov ohne zu zögern disqualifiziert. Allerdings erkannten die Verantwortlichen auch an, dass der Kanadier den Schiedsrichter nicht absichtlich abgeschossen hatte. Eine weitere Strafe muss Shapovalov deshalb wohl nicht fürchten - das Entsetzen über das eigene Verhalten war auch schon Bestrafung genug.

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