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23. Oktober 2017 | 16:23 Uhr

"Wir brauchen Kontinuität"

vom

HSV-Sportchef Oliver Kreuzer über den Aufsichtsrat, die Aussortierten und die Jugendarbeit

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Oliver Kreuzer, Sie sind im Sommer vom "kleinen" Zweitligisten Karlsruher SC zum "großen" Hamburger SV gewechselt. Ihr Arbeitsalltag dürfte turbulenter geworden sein . . .

Korrekt, der Unterschied ist heftig. Aber ich wollte es so. Ich habe sechs Jahre bei Bayern München gespielt und weiß, was es bedeutet, bei einem großen Club zu sein.

Beim HSV gibt es ständig Ärger um den Aufsichtsrat. Hat Sie das abschreckt?

Manche Dinge erleichtern nicht gerade das Geschäft. Aber das ist eben der HSV, damit muss man umgehen.

Sie suchen noch einen Stürmer. Um den Transfer zu stemmen, müssen erst Profis verkauft werden, aber es tut sich kaum etwas. Wa rum nicht?

Das Heft des Handelns hat der Spieler in der Hand. Ich kann ihm noch so viele inte ressierte Vereine vorschlagen - ob er nach Russland geht, entscheidet er letztlich selbst. Ich kann niemanden zwingen, wenn er einen Vertrag hat. Aber wir müssen den Spielern vermitteln, dass wir nicht mit ihnen planen.

Gibt es unverkäufliche HSV-Profis?

Kommt ein unmoralisches Angebot, müssen wir in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation bei jedem nachdenken.

Im Nachwuchsbereich gaben sich zuletzt die Verantwortlichen die Klinke in die Hand. Wie kriegen Sie die Kurve?

Wir brauchen auf allen Ebenen Kontinuität. Beim HSV gab es in elf Jahren zehn Cheftrainer, im Nachwuchsleistungszentrum war es ähnlich. Das kann eine Geldvernichtungsmaschine sein.

Was möchten Sie in einigen Jahren über Ihre Zeit beim HSV lesen?

Fink und Kreuzer haben eine Mannschaft gebaut, die jedes Jahr um die internationalen Plätze mitspielt.

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