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Windsurfen : Windsurfer Köster: Vom «Wunderkind» zum Sprungwunder

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Philip Köster nimmt Kurs auf seinen dritten WM-Titel im Windsurfen. Beim 30. Weltcup vor Sylt kann der 19 Jahre Überflieger von diesem Wochenende an den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung legen.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 10:29 Uhr

Zur größten Windsurf-Regatta der Welt und dem deutschen Super Grand Slam der PWA-Profitour werden rund 200 000 Besucher erwartet.

Die meisten wollen Köster siegen sehen. Doch so oder so: Er kann den WM-Titel nun doch noch nicht in Deutschland perfekt machen, denn der Dachverband der Profi-Windsurfer (PWA) hat kurzfristig eine weitere Veranstaltung in den World-Cup-Tour-Kalender aufgenommen. Die Entscheidung im Kampf um die Windsurf-Krone fällt damit erst im Dezember vor Hawaii.

Der als Sohn ausgewanderter deutscher Eltern nur 50 Meter vom Strand auf Gran Canaria aufgewachsene Windsurf-Profi Köster war nach seinem ersten WM-Titel 2011 zum Superstar der Szene aufgestiegen. Dem im Alter von 17 Jahren gewonnenen Titel ließ er ein Jahr später den zweiten folgen. Nun will er den Hattrick perfekt machen. «Windsurfen ist mein Leben, das Wasser mein Element», sagte der selbstbewusste, aber stille Star, «meine Konkurrenz vor Sylt wird stark sein. Das hat man vor einer Woche in Klitmöller gesehen, als ich knapp Marcilio Browne unterlag. Aber ich führe die Weltrangliste an und habe es selbst in der Hand, den dritten Titel zu holen.»

Mit einem Sieg vor Westerland wäre der dritte Titel für Köster zum Greifen nah. Doch Titel, so meint der Athlet, seien nicht alles. «Ich möchte noch viele Windsurf-Spots entdecken und neue Tricks und Sprünge entwickeln», kündigte er an.

Derzeit trainiert Köster dafür, als erster Windsurfer den dreifachen Vorwärtssalto zu stehen. Das Spezialtraining absolviert er mit einem aufwendig gepolsterten Schutzanzug. Der Sprung wird in rund neun Metern Höhe mit wahnsinnig hoher Geschwindigkeit absolviert und gilt unter Windsurfern als «Heiliger Gral» unter den Kunststücken. Köster: «Ich will das schaffen. Ich bin jetzt bei 85 Prozent. Ich habe die Höhe und schaffe auch die Rotation. Ich muss es nur noch zusammenbringen.»

GP JOULE Windsurf World Cup Sylt

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