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18. Dezember 2017 | 15:59 Uhr

Wende beim HSV: Kreuzer soll kommen

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Oliver Kreuzer soll neuer Sportchef beim Hamburger SV werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat sich der Aufsichtsrat des norddeutschen Bundesliga-Traditionsclubs auf den ehemaligen Fußball-Profi als Nachfolger des beurlaubten Dänen Frank Arnesen verständigt. Und Kreuzer will die Chance unbedingt ergreifen.

"So eine Möglichkeit wie beim HSV kommt nicht oft", sagte er der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte weit gediehene Verhandlungen. Allerdings muss der HSV noch die Freigabe aus dem bis 2014 laufenden Vertrag beim Karlsruher SC erreichen, fügte Kreuzer gestern Abend hinzu.

Kreuzer berichtete, dass er am Sonnabend erneut zu Gesprächen in die Hansestadt gereist war. "Wir haben unser beiderseitiges Interesse vertieft, aber alles steht und fällt mit der Freigabe des Vereins", betonte er. "Ich hoffe auf baldige Einigung", meinte der Ex-Profi.

Vom HSV-Aufsichtsrat gab es dazu gestern zunächst weder eine Bestätigung noch ein Dementi. Aufsichtsratschef Manfred Ertel hatte jüngst betont, erst etwas zur Sache mitteilen zu wollen, wenn es auch spruchreif sei. Darüber hinaus mussten die in der Vergangenheit oft uneins aufgetretenen Kontrolleure im Aufsichtsrat eine tragfähige Zwei-Drittel-Mehrheit finden: Acht von elf Stimmen waren dazu nötig.

Der kürzlich bei Hannover 96 ausgeschiedene und bisher als Favorit gehandelte Jörg Schmadtke scheint damit aus dem Rennen. Beide Kandidaten hatten sich am Donnerstag erstmals dem Aufsichtsrat vorgestellt und warten nun auf den offiziellen Bescheid aus Hamburg.

Für Kreuzer spricht auch, dass er Thorsten Fink schon lange gut kennt. Der HSV-Coach hatte nach der Trennung von Arnesen gefordert, der Neue müsse "gut zu mir passen". Beide Ex-Profis liegen nach Aussage des einst für den KSC und Bayern München in der 1. Liga aktiven Kreuzer "schon seit Jahren auf einer Wellenlänge".

Zudem passt Kreuzer nahezu perfekt ins Anforderungsprofil des klammen HSV: Er hat nachgewiesen, dass mit kleinem Geld auch größere Erfolge möglich sind. Und verstanden, beim schwach in die Saison gestarteten KSC Ruhe zu bewahren, so dass der Club letztlich sogar noch als Meister den Sprung zurück in die 2. Liga schaffte.

Trotz des ungünstigen Zeitpunkts wird der KSC seinem wechselwilligen Angestellten den Weg in die 1. Liga kaum verbauen. Präsident Ingo Wellenreuther erklärte, er strebe "eine Einigung aller Beteiligten" an. Heißt: Die Karlsruher wollen für den Verlust ihres umworbenen Sportchefs eine angemessene finanzielle Gegenleistung.

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