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Sportpolitik : Weiter Unruhe wegen Anti-Homosexuellen-Gesetz

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Knapp fünf Monate vor Beginn der Winterspiele in Sotschi sorgt das heftig kritisierte Anti-Homosexuellen-Gesetz der russischen Regierung weiter für Spannungen zwischen dem IOC und den Olympia-Machern.

Zahlreiche Topsponsoren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) würden bei eventuellen Demonstrationen Negativfolgen bis hin zu finanziellen Ausfällen befürchten, erklärte IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg bei der 125. Vollversammlung in Buenos Aires. «Das könnte viel für uns kaputt machen. Wir müssen vorbereitet sein», sagte Heiberg.

Sotschis Bewerbungschef Dmitri Tschernyschenko bat das IOC im Gegenzug um Mithilfe, «diese Kampagnen und Spekulationen zu unterbinden». Die russische Regierung habe unmissverständlich erklärt, das Gesetz würde die Spiele nicht beeinflussen, bekräftigte Tschernyschenko und forderte das IOC auf, «diese Botschaft an alle weiterzuleiten, die weiter über dieses sehr transparente Thema spekulieren».

Es sei «sehr wichtig, die Unterstützung des IOC zu haben, um die Kampagnen und Spekulationen zu stoppen». Das Gesetz, das die öffentliche Darstellung von Homosexualität in Russland im Beisein von Minderjährigen unter Strafe stellt, überschattet bereits seit Wochen die Vorbereitungen auf die Spiele. IOC-Präsident Jacques Rogge versuchte beschwichtigend einzuwirken und versprach, die Ringe-Organisation werde die Athleten an ihre Rechten und Pflichten erinnern.

Selbst US-Präsident Barack Obama hatte die umstrittenen Gesetzgebung kritisiert. Aktivisten hatten sogar zu einem Boykott der Spiele aufgerufen. Diese Forderungen waren von Obama und dem britischen Premierminister David Cameron jedoch zurückgewiesen worden.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 08:30 Uhr

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