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Sportticker

19. August 2017 | 11:50 Uhr

Vom Glasbläser bis zum Untergang

vom

Die Kasse ist leer. Die Schulden sind hoch. Fünf Profis, die sportlich keine Rolle mehr beim HSV spielen, belasten auch weiterhin den Etat. Dazu kommt eine noch auszuhandelnde Millionenabfindung für den geschassten Ex-Sportchef Frank Arnesen, der vom ersten Tag an eine Fehlbesetzung war. Wie einige andere auch in Aufsichtsrat und Vorstand. Zwischen beiden Gremien herrscht so eine Art Kriegszustand. Man verkehrt nur noch über Anwälte miteinander. In den Büros am Volkspark aber ist der Briefverkehr weitgehend zum Stillstand bekommen. Anfragen von Geschäftspartnern werden nur gelegentlich beantwortet. In der Regel nur dann, wenn Sponsoren neue Gelder einbringen wollen. Was nicht mehr so häufig wie in den Vorjahren geschieht.

Zudem versagt die Mannschaft, die immer noch keine ist. Die 0:4-Blamage beim Flutopfer-Hilfe-Spiel in Dresden sitzt tief. Die Stimmung ist im Keller. Wie bei den Lesern eines Hamburger Boulevardblatts: 44 Prozent rechnen mit einer HSV-Niederlage am Sonntag in der 1. DFB-Pokalrunde. Gegner ist der Fünftligist Schott Jena. Eine unterklassige Glasbläser-Truppe, die in der abgelaufenen Saison noch in der sechsten Liga versucht hat, den Ball hin und wieder zu treffen. Also - der HSV kann dieses Spiel gar nicht verlieren. So lange es mit rechten Dingen zugeht.

Beim HSV stimmt es vorne und hinten nicht. Was nicht nur auf die Mannschaft, also auf Sturm und Abwehr zutrifft. Der Trainer wirkt hilflos, der neue Sportchef spricht nach verlorenen Spielen ständig von einer "Katastrophe". Der Vorstand taucht unter. Die Profis halten die Hand auf, der Verein zahlt mit Hilfe der Banken. Wenn das alles mal gut geht. Eher nicht. Und dann? Untergehen wird der HSV nicht.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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