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Triathlon : Verpatztes Finale: Kein WM-Titel für Triathletin Haug

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Schon nach wenigen hundert Metern im Londoner Serpentine-See gingen die Hoffnungen von Anne Haug auf den ersten WM-Titel einer deutschen Triathletin unter.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 12:12 Uhr

Nach einer «kleinen Panikattacke» stieg Haug als Letzte aus dem Wasser. Am Ende reichte es nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen beim Saison-Finale in London gerade mal zum 35. Platz. Zu wenig für Gold, aber dank des Sturzes und Ausfalls einer Rivalin noch genug für die Bronzemedaille.

«Ich bin natürlich nicht zufrieden mit den heutigen Rennen, aber die Medaille entschädigt am Ende dennoch, denn ich hatte insgesamt ein wirklich gutes Jahr», sagte Haug. «Das war eine hart verdiente Bronzemedaille, wenn man sich den Rennverlauf ansieht.» Sie sei «fast um mein Leben» gelaufen. Dennoch betrug der Rückstand im Ziel nach 2:06:28 Stunden satte 4:56 Minuten auf Siegerin und Weltmeisterin Non Stanford. Die Waliserin sicherte sich vor Jodie Stimpson aus England als erste Triathletin nach dem Junioren- auch den Titel bei den Senioren. Selbst eine Zeitstrafe konnte Stanford nicht bremsen. Beste Deutsche wurde Rebecca Robisch auf Platz 21.

Ihr Auswahlkollegin Haug war als Zweite der Gesamtwertung ins Rennen gestartet, aber schon bei der ersten Zwischenzeit im Wasser hatte sie einen enormen Rückstand von fast einer Minute auf die Spitze. «An der ersten Boje hatte ich eine kleine Panikattacke, was da genau passiert ist, weiß ich auch nicht», berichtete Haug. «Mir blieb ein wenig die Luft weg und ich bin da sogar teilweise Brust geschwommen.» Beim Wechsel aufs Rad hatte die Bayreutherin das gesamte Feld vor sich.

Die Titel-Konkurrentinnen um Gwen Jorgenson (USA), Stimpson und Stanford hatten sich dagegen eine gute Ausgangsposition vor den sieben Runden Radfahren erarbeitet. Während sich die beiden Britinnen bei nasskaltem Wetter in der Spitzengruppe festsetzten, war das Rennen für Jorgensen allerdings vorzeitig beendet. Die Amerikanerin stürzte in einer Kurve und musste wenig später aufgeben.

Haug bekam in der Zwischenzeit Hilfe von Anja Knapp, die sich hatte zurückfallen lassen. Weil Haug in der Verfolgergruppe aber die stärkste Radfahrerin war, hatte sie nur wenig davon. Mit dreieinhalb Minuten Rückstand wechselte die deutsche Meisterin schließlich in die Laufschuhe. Doch schon zu diesem Zeitpunkt ging es nur noch um ein wenig Wiedergutmachung für den völlig verkorksten Rennbeginn. «Es gibt so Tage im Sport. Wichtig ist, dass man nie aufgibt und bis zum Ende kämpft. Das habe ich heute getan», meinte sie.

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