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Sportpolitik : Umfrage: Kein Glaube an Bachs Wahl zum IOC-Präsidenten

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Die Deutschen räumen Thomas Bach wenig Chancen ein, als Sieger der Wahl zum nächsten Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hervorzugehen.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 11:38 Uhr

Nur 18 Prozent erwarten, dass der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 10. September beim IOC-Kongress in Buenos Aires die Nachfolge Jacques Rogge antreten kann. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. 17 Prozent der Befragten glauben, dass Bach sich nicht gegen seine fünf Mitbewerber durchsetzen wird. Allerdings gaben 65 Prozent an, nicht zu wissen, wie die Wahl ausgehen könnte.

Der 59-jährige Wirtschaftsanwalt und IOC-Vizepräsident aus Tauberbischofsheim gilt im internationalen Sport als Favorit bei der Präsidentenwahl. Weitere Kandidaten sind Ng Ser Miang (Singapur), Richard Carrion (Puerto Rico), Denis Oswald (Schweiz), Sergej Bubka (Ukraine) und Wu Ching-Kuo (Taiwan).

Auf eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung könnte sich der DOSB stützen, wenn er sich zu einer Bewerbung um die Olympischen Spiele 2022 entschließen würde. 56 Prozent sind für eine Kandidatur, 24 Prozent dagegen und 20 Prozent haben keine Meinung dazu. Die Entscheidung für eine deutsche Olympia-Bewerbung muss bis zum 14. November fallen. Dann läuft die Bewerbungsfrist beim IOC ab. Denkbar ist, dass München noch mal uns Rennen um die Winterspiele 2022 geht.

Generell ist das Interesse der Deutschen an Olympischen Spielen groß. Fast drei Viertel (73 Prozent) sagen grundsätzlich Ja zu Olympischen Spielen, nur 17 Prozent halten das Sportgroßereignis für nicht notwendig. Nicht viel weniger plädieren für den Verbleib von Ringen im olympischen Programm. 67 Prozent der Deutschen finden, dass die Kampfsportart olympisch bleiben soll, elf Prozent halten sie für verzichtbar. Ob Ringen auch 2020 im Sommerspiele-Programm bleibt, entscheidet das IOC am Sonntag in Buenos Aires. Um den letzten freien Platz muss Ringen mit Squash und Baseball/Softball streiten.

Eine klare Absage erteilten die Deutschen einer Freigabe von Doping. 88 Prozent finden das Verbot von leistungsfördernden Substanzen im Sport richtig, lediglich 8 Prozent plädieren für eine Legalisierung.

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