Überlastung: Heuberger schlägt Alarm

Bundestrainer Martin Heuberger
Bundestrainer Martin Heuberger

shz.de von
07. Mai 2013, 03:59 Uhr

Leipzig | Eine Minirevolte in der Kabine hat den Handball-Bundestrainer aufgeschreckt: Fünf Wochen vor der finalen EM-Ausscheidung haben die ausgelaugten Profis aufbegehrt und ihren Coach um Schonung gebeten. Und Martin Heuberger (Foto) schlug nach dem 27:24-Länderspielsieg gegen Slowenien am Sonntag in Dessau-Roßlau Alarm. "In der zweiten Halbzeit habe ich ein Problem gehabt, noch eine Mannschaft zu finden. In der Pause haben einige Spieler Bedenken erhoben", sagte der Coach.

Die deutschen Spieler kämpften nicht nur gegen den Gegner, sondern auch gegen ihre körperlichen Probleme. "Viele sind angeschlagen", beklagte Heuberger und blickte mit Sorgenfalten auf die kommenden Wochen mit den Entscheidungen in der Meisterschaft, der Champions League und im EHF-Pokal.

Nach dem Ende der Clubspiele geht es für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) einmal mehr um die Zukunft. Am 12. Juni gegen Montenegro und drei Tage darauf gegen Israel sichern zwei Siege die Teilnahme an der EM 2014 in Dänemark. Heuberger: "Ich hoffe, dass wir eine halbwegs frische Mannschaft bekommen, die wir brauchen, um diese Spiele zu gewinnen."

Der Bundestrainer setzt auf den Schulterschluss mit den Clubs. Er wünscht sich, dass die Spieler trotz allen Engagements für ihre Arbeitgeber ausreichend Erholungsphasen bekommen. "Ich denke, man kann dosieren. Ich kann nur an die Clubs appellieren, uns zu unterstützen", sagte Heuberger.

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