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13. Dezember 2017 | 23:29 Uhr

THW sieht die SG ganz oben

vom

Trotz des Umbruchs streben Kieler Handballer weitere Titel an

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

kiel | Favorit? Das sind diesmal andere. Bei der Saisonpressekonferenz des THW Kiel hörte man gestern ungewohnt leise Töne vom deutschen Rekordmeister. Die "Zebras" sehen sich vor dem Start am 24. August nicht als ersten Anwärter auf die Meisterschaft in der Handball-Bundesliga. "Der HSV und die SG Flensburg-Handewitt sind die großen Titelfavoriten. Mal sehen, wie die mit dem Druck umgehen können", sagte Klaus Elwardt. Gleichwohl machte der Geschäftsführer des THW klar, "dass wir um alle Titel mitspielen wollen. Das gehört sich so für Kiel. Wir haben zwar wichtige Spieler verloren, aber auch gute hinzubekommen. Wir müssen uns nicht verstecken."

Doch selten zuvor war die Chance für die Konkurrenz größer, den THW vom Thron zu stoßen. Denn der Serienmeister der vergangenen Jahre steckt nach dem größten Umbruch in der jüngeren Vereinsgeschichte vor keiner einfachen Saison. Mit Thierry Omeyer (Montpellier HB), Marcus Ahlm (Karriereende), Daniel Narcisse (Paris St. Germain) und Momir Ilic (MKB Veszprem) muss Trainer Alfred Gislason gleich vier Eckpfeiler ersetzen. "Mit ihnen haben wir sehr viel Potenzial verloren", sagt Gislason. Im Gegenzug wurden zwar junge und talentierte, aber eben auch weitgehend unerfahrene Akteure verpflichtet. Die Rückraumspieler Rasmus Lauge Schmidt (22/BSV Bjerringbro-Silkeborg) und Wael Jallouz (22/Association Sportive Hammamet) sowie Torhüter Johan Sjöstrand (26/Aalborg BK) sollen versuchen, die Lücken zu schließen.

"Das wird eine riesige Aufgabe für mich werden. Wir müssen zwei Rückraumspieler und einen Torhüter integrieren, das ist viel schwieriger als der Einbau von fünf Neuen im vergangenen Jahr. Alles hängt davon ab, wie wir diese Aufgabe bewältigen", sagt Gislason, der dabei aber nicht nur den kurzfristigen Erfolg im Blick hat. "Wenn wir mit dieser jungen Mannschaft die beiden nächsten Jahre gut überstehen, dann kann sie in den folgenden Jahren richtig stark sein." Zumal zur Saison 2014/15 auch noch Domagoj Duvnjak vom HSV Hamburg an die Förde wechselt.

Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich Gislason zufrieden, wenngleich die Kieler in den letzten beiden Testspielen jeweils Niederlagen gegen dänische Teams kassierten. Erst gab es ein 24:26 gegen Sönderjyske Elitesport, dann ein 19:26 gegen KIF Kolding-Kopenhagen. "Allerdings waren die Jungs von den vielen intensiven Einheiten zuvor müde", meinte der THW-Coach, der die Ergebnisse deshalb nicht überbewerten wollte und viel Positives während des zehntägigen Trainingslagers im dänischen Faaborg sah. "Die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Es hat viel gebracht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Leistungsstand der Spieler."

Die Zugänge hätten jedenfalls einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. "Rasmus ist schon sehr weit. Er verfügt trotz seiner Jugend schon über erstaunliche Spielmacherqualitäten. Wael hat ein unglaubliches Potenzial, und Johan bildet mit Andreas Palicka auf der Torhüterposition ein starkes Gespann, das bereits in der schwedischen Nationalmannschaft sehr gut harmoniert hat", urteilt Gislason, der davon überzeugt ist, "dass wir die Qualität haben, wieder Deutscher Meister zu werden, wenngleich die Konkurrenz mit dem HSV, Flensburg, den Rhein-Neckar Löwen und den Füchsen Berlin sehr stark ist."

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