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15. Dezember 2017 | 03:53 Uhr

THW nutzt die Patzer der Konkurrenz

vom

Kieler Handballer stehen nach glanzlosen 32:25-Sieg über Balingen-Weilstetten vor der 18. Deutschen Meisterschaft

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

kiel | Die frohe Kunde vom Patzer des ärgsten Konkurrenten erreichte die Handballer des THW Kiel im Kieler Rathaus. Während einer Feierstunde am Dienstagabend wurden Marcus Ahlm und Co. über die 26:32-Niederlage der Rhein-Neckar Löwen bei den Füchsen Berlin informiert. "Das war natürlich eine Steilvorlage für uns", freute sich Ahlm. Da der THW Kiel gestern HBW Balingen-Weilstetten mit 32:25 (16:17) bezwang, ist dem Pokalsieger auch der zweite nationale Titel in dieser Spielzeit kaum mehr zu nehmen. Fünf Spieltage vor Saisonende haben die Kieler fünf Punkte Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen und sieben auf die SG Flensburg-Handewitt, die gestern mit dem 32:34 beim SC Magdeburg ebenfalls Federn ließ. Und auf dem Weg zur 18. Deutschen Meisterschaft warten nicht mehr viele Stolpersteine. "Das sieht wirklich gut für uns aus", sagte Ahlm. Mit einem Sieg im nächsten Heimspiel (14. Mai) gegen die Rhein-Neckar Löwen könnten die Kieler den Titel vorzeitig perfekt machen, vorausgesetzt sie gewinnen auch zwei Tage vorher schon beim TBV Lemgo. Verfrühte Glückwünsche wollte Coach Alfred Gislason aber nicht entgegen nehmen. "Das war heute ein hartes Stück Arbeit für uns", meinte Gislason, der mit der Vorstellung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein konnte.

Denn wie ein kommender Meister spielten die Kieler gegen den Tabellen-13. nicht auf. Im Angriff reihte sich zunächst Fehler an Fehler. Pässe landeten im Seiten-Aus, Würfe neben dem Tor. "Das sah von außen wirklich nicht gut aus", bemerke Ahlm, der von Gislason komplett geschont wurde. Auch beide Kieler Torhüter gaben zunächst keine gute Figur ab. Weder der glücklose Andreas Palicka noch Thierry Omeyer, der Palicka bereits nach zehn Minuten ablöste, gaben der Deckung den nötigen Rückhalt. Nach dem 6:9 (13.) hatte Gislason genug, nahm eine Auszeit und stauchte seine Spieler zusammen. Besser wurde es nicht. Der THW fiel auf 8:12 (17.) zurück, konnte den Rückstand aber bis zur Pause wieder auf ein Tor (16:17) verkürzen.

Der zweite Durchgang begann dann ganz nach dem Geschmack der 10 250 Zuschauer in der Kieler Arena. Felix König schloss als siebter Feldspieler einen Gäste-Angriff zu überhastet ab. Omeyer parierte und warf den Ball unter dem Jubel der Fans aus dem eigenen Torkreis zum 17:17 ins gegnerische Tor. Und zwei Minuten später brachte Momir Ilic den THW beim 18:17 erstmals in Front. Die Kieler waren nun auf Kurs. Über 23:20 (44.) und 27:21 (50.) kam der Titelverteidiger zu einem am Ende doch noch ungefährdeten 33:25-Erfolg und war nach den Patzern der Konkurrenten damit der lachende Erste des 29. Spieltages.THW Kiel: Omeyer (11.-60./1 Tor), Palicka (1.-11.) - Toft Hansen (2), Sigurdsson, Sprenger, Ahlm, Wiencek (1), Ekberg (2/2), Palmarsson (6), Narcisse (3), Ilic (4/1), Klein (4), Jicha (3), Vujin (6).

HBW Balingen-Weilstetten: Putera (1.-22, 52.-60.), Katsigiannis (22.-52.) - König (2), Foth, Herth (5/2), Ettwein (2), Schlinger (1), Strobel (1), Theuerkauf (2), Wessig, Häfner (1), Billek (4), Gutbrod (3), Liniger (4/3).

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Barleben/Irxleben).

Zuschauer: 10 250.

Siebenmeter: 5:7.

Zeitstrafen: 2:3.

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