Champions League : THW Kiel spaziert locker ins Halbfinale

Kim Andersson in Aktion. Der Kieler war mit sieben Treffern wieder erfolgreichster Werfer des THW. Foto: jas
Kim Andersson in Aktion. Der Kieler war mit sieben Treffern wieder erfolgreichster Werfer des THW. Foto: jas

Der THW Kiel hat als erste Mannschaft das Halbfinale in der Champions League der Handballer erreicht. Der Titelverteidiger machte den Einzug in die Vorschlussrunde durch einen 32:26 (18:14)-Sieg gegen Ademar Leon perfekt.

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14. März 2008, 02:35 Uhr

Das Ziel der Kieler vor dem "Endspiel" um das Halbfinale der Champions League war klar. Sie wollten sich für die peinliche 24:28-Hinspielpleite in Leon revanchieren und mit einem Sieg in die Runde der letzten Vier einziehen. Entsprechend konzentriert ging der THW auch von Beginn an zu Werke. Hinten stand die Deckung um einen starken Thierry Omeyer im Tor bombenfest, vorne wurden die Angriffe konsequent zum Erfolg gebracht.
Die Folge: Nach zehn Minuten lagen die Gastgeber mit 7:3 in Führung. Und diese hätten sie auch locker ausbauen können, wenn nicht wieder der Schlendrian im Angriff eingezogen wäre. Allein Marcus Ahlm vergab drei Hochkaräter vom Kreis. So kamen die Spanier noch einmal kurz zurück ins Spiel, waren letztlich aber zu harmlos, um den THW ernsthaft in Gefahr zu bringen. Filip Jicha und Nikola Karabatic sorgten mit je drei Treffern schließlich dafür, dass ihre Mannschaft doch noch mit einer beruhigenden 18:14-Führung in die Pause gehen konnte.
Klarer Sieg für die Zebras - trotz Nachlässigkeiten im Angriff
Auch im zweiten Durchgang meinten es die Kieler gut mit ihren Gästen und ließen erneut zahlreiche klare Torchancen, darunter auch zwei Siebenmeter, ungenutzt. Vom Weg ins Halbfinale konnte Ademar Leon die "Zebras" aber nicht mehr abbringen. Dafür waren die Kieler, trotz ihrer Nachlässigkeiten im Angriff, zu stark. Und als die Spanier mit zunehmender Spieldauer immer mehr resignierten, konnte der THW seinem Publikum doch noch ein paar schöne Tore und letztlich einen klaren Sieg bieten.
Zufrieden war nach dem Spiel deshalb auch THW-Kapitän Stefan Lövgren. "Wir können jetzt in Ruhe abwarten, wer uns folgt. Ich hoffe, dass es noch mehr deutsche Mannschaften schaffen, denen wir im Halbfinale aber noch aus dem Weg gehen wollen."

THW Kiel: Omeyer, M. Andersson; Lund, K. Andersson (7), Lundström (2), Kavticnik (3), Anic (n.e.), Lövgren (3), Ahlm (3), Szilagyi, Zeitz (1), Karabatic (6), Klein (3), Jicha (4).
Ademar Leon: Saric, Alilovic, Ruesga, Valcic (1), Castresana (), Aguinagalde (1), Laluska, Sarmiento (4), Krivoshlykov (), Aguirrezabalaga (3), Stranovsky (9/2), Martins (4/3), Urdiales (4/1), Sigurdsson.
Schiedsrichter: Repensek/Pozeznik (Slowenien).
Strafminuten: 2:8 - Zeitstrafen: 5:4.
Zuschauer: 10250.

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