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17. Dezember 2017 | 15:37 Uhr

THW Kiel glückt die Revanche

vom

Handball-Bundesliga: Der Meister feiert mit 33:29-Sieg in Melsungen gelungene Generalprobe für das Final Four der Champions League

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kassel | Es lief nicht alles perfekt. Filip Jicha, Superstar in Reihen des Handballrekordmeisters THW Kiel, setzte beispielsweise drei Minuten vor Schluss einen Siebenmeter an die Latte. Und dennoch lächelte der Tscheche hinterher. Denn am souveränen 33:29 (16:15)-Auswärtssieg bei der MT Melsungen änderte dieser Ausrutscher nichts mehr. "Wir haben das Spiel gewonnen, das war das Ziel", sagte Jicha. "Jetzt kann das große Highlight der Saison kommen." Und damit meinte Jicha das Champions League-Final Four am nächsten Wochenende in Köln, wo der THW das zweite Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League anstrebt. "Die Vorfreude ist riesig", sagte Jicha. "Wir werden alles geben, aber wir wissen, wie schwer das wird."

Bekanntlich hatte der THW, der Kapitän Marcus Ahlm gestern schonte, mit der Melsunger Turngemeinde noch eine Rechnung offen: Die 25:29-Heimniederlage gegen die Nordhessen am 9. Dezember hatte schließlich jene historische Serie von 51 Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage (101:1-Punkte) beendet. Und die Gäste schienen die MT in der Kasseler Rothenbach-Halle nach Anpfiff überrennen zu wollen: Den Rückstand durch Kreisläufer Felix Danner konterten sie mit einem 5:0-Lauf, den Marko Vujin per Siebenmeter abschloss (6. Minute). Die Abwehr stand also. Torwart Thierry Omeyer notierte sofort ein paar Paraden. Und der starke Halblinke Momir Ilic traf aus dem Rückraum nach Belieben.

Doch als Rechtsaußen Niclas Ekberg und Patrick Wiencek aus freier Position vergaben und sich der THW technische Fehler im Aufbau leistete, kam Melsungen ins Spiel und bis zur 13. Minute durch Jonathan Stenbäcken zum Ausgleich. Auch nach einem Wechsel auf eine offensivere 3:2:1-Abwehr mit Narcisse als Störenfried in der Spitze leistete Melsungen weiter Widerstand. Zwar musste THW keinen Rückstand aufholen. Den Ausgleich zur Pause jedoch verhinderte allein Keeper Omeyer, der kurz vor der Sirene einen Strafwurf Allendorfs abwehrte.

Der Start in die zweite Halbzeit war eine Kopie der ersten: Erneut überrannte der THW den Gegner mit Wucht und List. Wieder kam es zu einem 5:1-Lauf, den diesmal Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson zur 21:16-Führung (35.) abschloss. Und diesmal war Andreas Palicka im Tor auf dem Posten - er entschärfte elf Bälle in Halbzeit zwei.

Erneut aber leistete sich der Meister danach eine kleinere Schwächephase und ließ den Gastgeber wieder näher herankommen (21:24/45.). Doch dann brachen Vujin, der mit acht Treffern beste Schütze seines Teams, und Palmarsson durch einen Schlagwurf den Bann. Als Vujin nach 50 Minuten zum 28:22 einnetzte, war eine Vorentscheidung gefallen. MT Melsungen: Appelgren, Sandström; Stenbäcken (6), Kubes (1), Fahlgren (4), Schröder (2), Hildebrand (1), Danner (8), Karipidis, Allendorf (4/1), Vuckovic (3/1)

THW Kiel: Omeyer, Palicka; Toft Hansen (3), Sigurdsson (3), Sprenger (1), Wiencek (3), Ekberg (1), Palmarsson (3), Narcisse (3), Ilic (7), Klein, Jicha (1), Vujin (8/2)

Schiedsrichter: Baumgart / Wild

Zeitstrafen:1:0 - Siebenmeter: 5:4

Zuschauer: 4300

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