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THW gegen HSV: Deutsches Duell im Halbfinale

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erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Köln/Köln | Der THW Kiel entpuppte sich schon bei der Auslosung als harte Nuss. Die rote Kugel mit dem Los des Titelverteidigers musste EHF-Generalsekretär Michael Wiederer gestern in Köln mit einer Kaffeekanne zerschlagen, nachdem sie sich nicht anders öffnen ließ. Die sportlich harte Nuss muss der HSV Hamburg im Halbfinale der Handball-Champions-League knacken.

Wie im EHF-Pokal-Finalturnier in Nantes, wo Frisch Auf Göppingen und die Rhein-Neckar Löwen einen deutschen Endspielteilnehmer ausspielen, treffen die beiden Bundesligisten in der Vorschlussrunde aufeinander. "Auf diesem Niveau ist der Gegner egal. Es wird ein harter Kampf, um erneut ins Finale einzuziehen", meldete sich Kiels Trainer Alfred Gislason telefonisch aus seinem Kurzurlaub. Sein Hamburger Pendant Martin Schwalb sprach von einem "Hammerlos" und meinte: "Wir haben diese Saison in der Bundesliga zwei Mal knapp gegen den THW verloren, vielleicht sind aller guten Dinge jetzt drei." Im zweiten Halbfinale trifft Champions-League-Rekordsieger FC Barcelona auf den polnischen Final-Four-Debütanten Vive Targi Kielce. Das Endrunden-Turnier in Köln findet am 1. und 2. Juni statt. Angesichts des Bundesliga-Krachers tritt diese Partie jedoch in den Schatten.

Insgesamt gab es in 31 Vergleichen der erbitterten Nord-Rivalen 21 Kieler Siege, vier Remis und sechs HSV-Erfolge. In dieser Saison setzte sich der Rekordmeister mit 33:30 und 30:27 durch. Auf internationaler Ebene gab es bisher nur ein Spiel: das Halbfinale der Vereins-EM 2007 entschied Kiel mit 31:30 für sich.

"Wir hätten natürlich lieber einen internationalen Gegner gehabt", meinte HSV-Präsident Matthias Rudolph. Hintergrund: In der laufenden Champions League hatten die Hamburger bereits vier Mal gegen die SG Flensburg-Handewitt gespielt, unter anderem in den siegreichen Viertelfinals. "In einem Spiel ist alles möglich", lautet die Hoffnung von HSV-Geschäftsführer Christoph Wendt, der die Hamburger bei der Auslosung im Deutschen Sportmuseum vertrat.

Die Kieler hatten schon mit der Qualifikation für Köln Geschichte geschrieben, denn der THW ist als erster Titelverteidiger des seit 2010 veranstalteten Turniers mit dabei. "Ich wollte nicht unbedingt auf Barcelona treffen", sagte Geschäftsstellenleiterin Sabine Holdorf-Schust, "aber den Spielern war der Halbfinalgegner eigentlich egal". Für Holdorf-Schust ist die Partie gegen Hamburg sogar ein gutes Omen: "Im Vorjahr trafen wir im deutschen Halbfinale auf Berlin und haben danach die Trophäe gewonnen."

Die Kieler haben die Champions League drei Mal (2007, 2010, 2011) gewonnen, die Hamburger scheiterten seit 2008 drei Mal im Halbfinale an den Spaniern von Ciudad Real, unter anderem 2011, als sie zum ersten Mal beim Final-Four-Turnier dabei waren. Somit ist Kiel im vierten Anlauf erst der zweite Halbfinalgegner. Mehr als 17 000 Eintrittskarten wurden für das Turnier bereits verkauft. Ab Dienstag gehen die 2000 Tickets für die vier teilnehmenden Vereine in den Verkauf.

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