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Sportpolitik : Thomas Bach: Ein Leben mit drei erfolgreichen Karrieren

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Thomas Bach hat ein Leben mit drei erfolgreichen Karrieren geführt: Als Leistungssportler, als Wirtschaftsanwalt und als ehrenamtlicher Sportfunktionär.

Die Wahl zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wäre der Höhepunkt für den viersprachigen Franken, der am 29. Dezember 1953 in Würzburg geboren wurde, in Tauberbischhofsheim wohnt und seit 1977 mit der Lehrerin Claudia verheiratet ist.

Die Schlaglichter seiner Karriere:

1971: Als Schützling des Tauberbischofsheimer Erfolgstrainers Emil Beck Dritter bei der Junioren-WM im Florett - sein erster großer Erfolg.

1973: Studium der Rechts- und Politikwissenschaften.

1975: Erste Aktivensprecher-Rolle im Deutschen Fechter-Bund.

1976: Olympiasieger in Montreal mit der Mannschaft. Zudem Weltmeister, ebenfalls mit der Mannschaft.

1977: Zum zweiten Mal Weltmeister mit der Mannschaft. Mitgliedschaft in der Athleten-Kommission des Deutschen Sportbundes.

1979: Mit WM-Bronze im Team beendete er seine Athletenkarriere. Vorsitzender der Athleten-Kommission des Deutschen Sportbundes (bis 1981).

1980: Frontmann beim vergeblichen Kampf gegen den bundesdeutschen Olympia-Boykott der Moskau-Spiele 1980.

1981: Von NOK-Präsident Willi Daume nominierter Sprecher der Athleten beim 11. Olympischen Kongress in Baden-Baden. Bis 1988 Mitglied der dort gegründeten Athleten-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees.

1982: Persönliches Mitglied des deutschen NOK (bis 1991).

1983: Promotion (summa cum laude). Im selben Jahr Gründung einer eigenen Rechtsanwaltskanzlei.

1985: Zweijährige Tätigkeit beim Sportartikel-Hersteller Adidas als Direktor für Promotion.

1988: Vorsitzender des mittelständischem Beraterkreises des Bundes-Wirtschaftsministeriums.

1991: Auf Vorschlag des aus dem IOC zurückgetretenen Daume Aufnahme in das IOC als persönliches Mitglied und bis 1995 bereits Mitglied in fünf Kommissionen.

1994: Vorsitzender der Berufungskammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.

1996: Erste Wahl in das Exekutivkomitee des IOC.

1998: Erstes Aufsichtsrats-Mandat mit Vorsitz bei der Michael Weining AG, dem bis 2009 fünf weitere Mandate in Aufsichtsräten, Beiräten und Verwaltungsräten folgen.

2000: Weitere vier Jahre Mitgliedschaft in der IOC-Exekutive als Vizepräsident.

2001: Vorsitz der juristischen Kommission im IOC sowie Sport und Recht.

2002: Vorsitz der Evaluierungskommission für die Winterspiele 2002. Vorsitzender der Disziplinarkommission bei Olympia.

2004: Vorsitz der Evaluierungskommission für die Sommerspiele 2004. Chefverkäufer für europäische TV- und Medienrechte.

2006: Zweite Vizepräsidentschaft im IOC. Gründungspräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als Fusion aus DSB und NOK. Von 2006 an Präsident der deutsch-arabischen Industrie- und Handelskammer Ghorfa.

2010: Dritte Vizepräsidentschaft. Damit gehört Bach der IOC-Regierung mehr als 15 Jahre an, mit verantwortlicher Arbeit in insgesamt neun Kommissionen.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 10:27 Uhr

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