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19. August 2017 | 23:01 Uhr

Stab-Trio bereit für Medaillen

vom

Moskau | Für Raphael Holzdeppe ist die Sache ganz einfach. "Wenn andere hoch springen, möchte ich noch höher springen. Ich will hier mindestens Bronze", sagte der Olympia-Dritte vor dem Stabhochsprung-Finale der Leichtathletik-WM in Moskau. Genau wie Björn Otto und auch Malte Mohr gehört er heute ab 17 Uhr deutscher Zeit zu den Medaillenkandidaten - und den wenigen ernsthaften Bedrohungen für ihren Dauerrivalen Renaud Lavillenie. Der Olympiasieger aus Frankreich sprang sogar am Sonnabend in der Qualifikation am höchsten (5,65 Meter) - auch wenn Holzdeppe selbst das entspannt kommentierte: "Unschlagbar ist hier keiner."

Das deutsche Trio hatte ebenfalls keine große Mühe mit den üblichen Tücken einer solchen Ausscheidung. Alle drei mussten nur ihre Einstiegshöhe von 5,55 Metern überspringen, was Otto und Holzdeppe erst im zweiten und Mohr bereits mit dem ersten Versuch gelang. "Meine Sprünge sahen nicht gut aus. Der erste war scheiße, der zweite war Glück", meinte der deutsche Meister Otto etwas zerknirscht. "Aber das heißt gar nichts. Man muss so eine internationale Meisterschaft Step by Step aufbauen."

Die Qualifikation zu überstehen, ist nicht selbstverständlich. Diesmal erwischte es unter anderem den Junioren-Weltmeister (Thiago Braz da Silva/Brasilien) und den WM-Zweiten von 2011 (Lazaro Borges/Kuba). Denn die Qualifikation bedeutet meistens: Schon um sechs Uhr morgens aufstehen für möglicherweise nur einen einzigen Sprung. Und dann auch noch stundenlang warten, weil sich gleich 40 Athleten um zwölf oder 13 Finalplätze streiten. "In der Qualifikation sind schon die größten Namen gescheitert. Mit 40 Leuten - das war heute schon ganz schön viel", meinte Otto.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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