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Sportticker

26. September 2017 | 00:35 Uhr

Spektakulärer Schlussakt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Pokal-Endspiel heute zwischen dem Fußball-Meister aus München und dem Ligazweiten aus Dortmund elektrisiert Deutschland

<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
erstellt am 21.Mai.2016 | 10:31 Uhr

Was für ein Schlussakt. Für Pep Guardiola ist es „ein fantastisches Finale zweier großer Clubs“, für Thomas Tuchel „die Krönung der Saison“. Das nationale Fußballjahr geht mit einem Spektakel zu Ende. Der Giganten-Gipfel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund heute (20 Uhr/ARD) in Berlin wird zum Duell der Superlative, nicht nur nach Einschätzung der beiden Trainer. „Es ist der deutsche Clásico“, schwärmte Bayern-Keeper Manuel Neuer. Der Abschied des künftigen Münchners Mats Hummels vom BVB verspricht zusätzliche Brisanz.

Schon vor dem Anpfiff gilt das 73. Pokalendspiel als das sportlich werthaltigste. Nie zuvor standen sich beim finalen Showdown zwei Mannschaften gegenüber, die in der Bundesliga-Spielzeit so viele Punkte (166) sammelten. Nicht zuletzt deshalb ist die Vorfreude beim Münchner Trainer Guardiola groß: „Mit einem Endspiel Bayern gegen Dortmund erreicht man emotional natürlich ganz Deutschland, und auch weltweit wird dieses Duell sehr, sehr intensiv beobachtet.“ Allein die jüngste Pokalbilanz dokumentiert die Ausnahmestellung der Branchenführer. Zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren stehen sich Bayern und der BVB in einem Pokal-Endspiel gegenüber. Die Borussen denken gerne an das 5:2 im Jahr 2012 zurück, die Bayern an das 2:0 nach Verlängerung zwei Jahre später. Beide Seiten begegnen sich mit größtem Respekt. Münchens Außenverteidiger David Alaba: „Uns ist bewusst, dass wir alles reinlegen müssen, um erfolgreich zu sein.“

Nicht minder motiviert gehen die Borussen in die Partie. Ein Sieg könnte ein Zeichen sein, dass der zuletzt uneingeschränkte Alleinherrscher aus München in Zukunft wieder mit mehr Widerstand rechnen muss. Zudem will der BVB vermeiden, als erster Club in drei Pokal-Endspielen in Serie leer auszugehen. „Ich habe keinen Bock mehr, in Berlin ein drittes Mal hintereinander zu verlieren“, sagte Abwehrspieler Sven Bender.

Nicht nur die prickelnde sportliche Ausgangslage garantiert großen Unterhaltungswert. Für weiteren Zündstoff sorgen Guardiola und Hummels. Der Spanier hofft auf einen würdigen Abgang aus München. Vor seinem Wechsel zu Manchester City möchte er seine Amtszeit beim deutschen Meister mit einem weiteren Titel veredeln. Leicht fällt dem Erfolgscoach der Abschied nicht. „Es waren drei fantastische Jahre hier in Deutschland. Ich werde diese Zeit niemals vergessen.“

Mit ähnlicher Gefühlslage geht Hummels in das Finale. Nach achteinhalb Jahren verlässt er den Revierclub und kehrt zurück zum FC Bayern. „Ich muss nicht lange darum herumreden, dass es für mich eine große Drucksituation wird. Jeder Fehler wird seziert.“ Deshalb hat sich der Weltmeister besonders viel vorgenommen: „Ich hoffe, dass es nach dem Spiel keinen Grund gibt, Sätze rauszuhauen wie: Der hat nicht alles gegeben, der war gedanklich schon woanders.“

Sein ehemaliger Mitspieler Mario Götze wird trotz anhaltender Gerüchte von einer Rückkehr zum BVB nicht zur Schar der Hauptdarsteller gehören. Der Münchner Edelreservist der vergangenen Wochen hat sich einen Rippenbruch zugezogen und fällt deshalb für die Partie aus.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Bayern München: Neuer - Lahm, Kimmich, Boateng, Alaba - Xabi Alonso, Vidal - Douglas Costa, Müller, Ribéry - Lewandowski

Borussia Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Weigl, Castro - Mchitarjan, Kagawa, Reus - Aubameyang

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