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Sportticker

23. August 2017 | 07:13 Uhr

Späte Tore retten den HSV

vom

Fußball-Bundesligist feiert trotz schwacher Leistung einen 4:0-Erfolg im Erstrundenspiel beim SV Schott Jena

Jena | Dank Joker Artjoms Rudnevs ist Fußball-Bundesligist Hamburger SV einer Blamage entgangen und in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der lettische Stürmer brach gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Fünftligisten SV Schott Jena nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung den Bann und führte den spielerisch enttäuschenden Favoriten gestern Nachmittag beim 4:0 (0:0) zum zumindest ergebnistechnisch sicheren Erfolg.

Vor 11 800 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld sorgten neben Rudnevs (72., 77.) Rafael van der Vaart (79.) und Jacques Zoua (82.) für das Weiterkommen des HSV, der in der Vorsaison zum Pokalauftakt gescheitert war. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start offenbarte das Team von Trainer Thorsten Fink aber gravierende Schwächen.

"Jena hat alles gegeben, um das Spiel so eng wie möglich zu gestalten - und wir haben richtig Probleme gehabt", gestand Fink, befand aber auch: "Meine Mannschaft hat zum Glück nicht die Nerven verloren. Eine Niederlage wäre eine Katastrophe gewesen. Wir sind jetzt schon eine Runde weiter als im vergangenen Jahr, das ist positiv."

Hamburg startete mit den Neuzugängen Lasse Sobiech und Zoua druckvoll, kam aber nur zu wenigen zwingenden Gelegenheiten. Zudem hatte Jenas Torwart Brian Gheorghiu einen glänzenden Tag erwischt: Er hielt den Oberliga-Aufsteiger lange mit seinen Paraden im Spiel. Als er dann schon geschlagen war, rettete Abwehrchef Paul Schletzke für ihn auf der Linie (30.).

Auch in Hälfte zwei hatte der Favorit mehr vom Spiel, agierte aber in der Vorwärtsbewegung lange Zeit zu einfallslos. Jena wehrte sich tapfer, arbeitete diszipliniert in der Defensive und zeigte sich im Zweikampfverhalten ohne Respekt vor dem vier Klassen höher angesiedelten Gegner. Bei allem Einsatz mangelte es den Gastgebern aber auch an eigenen Gelegenheiten. Mitte der zweiten Hälfte musste der Fünftligist zudem dem hohen Tempo Tribut zollen: Immer wieder wurde die Begegnung unterbrochen, weil ein Jenaer Spieler mit Krämpfen am Boden lag.

Der Hamburger SV brachte seinen Vorsprung schließlich gegen völlig entkräftete Jenaer problemlos über die Zeit und zog insgesamt glanzlos in die zweite Runde ein. Am Sonntag beginnt für die Hansestädter mit einer Auswärtspartie beim FC Schalke 04 die neue Bundesliga-Spielzeit, dann soll auch der gestern noch geschonte Na tionaltorhüter Rene Adler wieder ins Geschehen eingreifen.

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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