SG tat nicht mehr als nötig

Handball-Champions-League: Flensburg schlägt Partizan Belgrad mit 31:23 und erhält sich die Chance auf den Gruppensieg

Avatar_shz von
07. Februar 2013, 09:14 Uhr

Flensburg | Die SG Flensburg-Handewitt hat sich in der Handball-Champions-League die Chance erhalten, aus eigener Kraft die Gruppe A als Sieger abzuschließen. Gestern gewann der Bundesligist das Rückspiel gegen Partizan Belgrad mit 31:23 (17:13) und rückte auf den zweiten Platz vor. Nach dem 29:29 zwischen Medwedi Tschechow und dem HSV sind die ersten drei Teams punktgleich, Flensburg könnte mit Siegen in den verbleibenden Partien zu Hause gegen Ademar Leon und in Tschechow den Sack zumachen.

Die Erwartung, dass es nur 48 Stunden nach dem Pokalsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen kein großes Spiel der Flensburger werden würde, erfüllte sich prompt. Die SG startete mit einer 6:3-Führung noch standesgemäß, doch dann machten sich erste Konzentrationsmängel breit. Belgrad holte zum 7:6 auf. Der nächste Zwischenspurt der Gastgeber brachte eine 11:6-Führung (16.), doch die war sieben Minuten später beim 13:13 wieder dahin. Die SG stand zu passiv in der Abwehr und gestattete den wurfstarken Serben einfache Tore aus neun Metern. Der Angriff agierte ebenfalls lustlos: Unvorbereitete Würfe und Fehlpässe führten zu Ballverlusten, die von den Gästen dankbar in Konter umgemünzt wurden.

SG-Trainer Ljubomir Vranjes blieb gelassen, wechselte trotz des unrunden Spiels viel und gab Morten Dibbert, Florian von Gruchalla und Malte Voigt die Chance zur Bewährung. Kreisläufer Michael Knudsen (Kniebeschwerden) wurde geschont. Wirklich etwas anbrennen ließ der deutsche Vizemeister jedoch nicht. Bis zur Pause reichte der Schongang zu einer 17:13-Führung.

Im zweiten Durchgang sorgte der Favorit, der schon das Hinspiel mit 37:31 gewonnen hatte, schnell für klare Verhältnisse mit einem 25:17-Vorsprung nach 45 Minuten. Ein Sieg mit mindestens neun Treffern hätte die Tabellenführung in der Gruppe A gebracht. Dazu reichte es am Ende dann aber nicht, weil die Flensburger mit Blick auf den nächsten Einsatz schon am Sonntag in Balingen die Ressourcen schonten.SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen (n.e.)- Karlsson, Machulla (n.e.), Eggert (7/1), Glandorf (4), Mogensen (4), Svan Hansen (5), Weinhold (3), Dibbert, Heinl (3), Gustafsson (1), Voigt, von Gruchalla (1), Kaufmann (3).

Partizan Belgrad: M. Radovanovic, Vasic (ab 52.) - Milosevic, V. Ilic (4), Mester (2), Radanovic, Pavlovic (2), Kajganic, Radivojevic (5), N. Ilic, A. Radovanovic (3), Ivosevic (2), Mitrovic (3), Marsenic (2).

Schiedsrichter: Cohen/Peretz (Israel).

Zeitstrafen: 2:2. - 7m: 2:0. - Zuschauer: 3317.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen