Handball-Bundesliga : SG geht souverän ins neue Handballjahr

Torge Johannsen im Anflug: Der SG-Rechtsaußen erzielte einen Treffer.
Torge Johannsen im Anflug: Der SG-Rechtsaußen erzielte einen Treffer.

Die SG Flensburg-Handewitt überwintert als Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Mit einem 40:27 (18:12)-Erfolg beim Wilhelmshavener HV wurde auch die letzte Pflicht des Jahres in beeindruckender Manier erfüllt.

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29. Dezember 2007, 06:24 Uhr

Es half alles nicht, der arg gebeutelte Wilhelmshavener HV durfte nicht mit der Gnade der SG Flensburg-Handewitt rechnen. Allzu präsent war beim Bundesliga-Spitzenreiter noch die peinliche 32:34-Niederlage, die er im Mai in der Nordfrost-Arena erlitten hatte. "Das ist schwer zu vergessen. Wenn du so bestraft worden bist, willst du natürlich etwas Besonderes zeigen", sagte Marcin Lijewski. Trotz einer leichten Grippe legte sich der Flensburger Linkshänder ebenso wie alle anderen 13 Mitspieler 60 Minuten lang ins Zeug, und so kam es zu einem in dieser Höhe durchaus nicht erwarteten 40:27 (18:12)-Erfolg.
"Anfangs hatten wir ein paar Probleme in der Abwehr, aber was soll ich nach einem Sieg mit 13 Toren meckern", meinte ein gut gelaunter SG-Trainer Kent-Harry Andersson, der wie üblich nicht müde geworden war, vor den "immer gefährlichen" Wilhelmshavenern zu warnen. Gestern konnten die Niedersachsen ihre Stärken jedoch nicht ausspielen. Drei Stammkräfte fehlten, zwei weitere angeschlagene Akteure - der polnische Nationalkeeper Adam Weiner und Spielmacher Oliver Köhrmann - kamen nur zu Kurzeinsätzen und schon das, so WHV-Coach Michael Biegler, "war kaum zu verantworten".
Mit lautstarker Unterstützung ihrer Fans wehrten sich die Gastgeber redlich, aber vergeblich. Spätestens nach einer Viertelstunde hatten die Flensburger alles unter Kontrolle. Von 7:5 (11.) stieg der Vorsprung kontinuierlich zum deutlichen 18:12-Pausenstand an. Trainer Andersson spielte die ganze Bandbreite seiner personellen Möglichkeiten aus und durfte sich darüber freuen, dass nie ein Bruch zu spüren war: "Wir konnten jederzeit ein Tor machen, wenn wir wollten." Bis auf Johnny Jensen, der weitgehend geschont wurde, trugen sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein.
SG-Manager Fynn Holpert blieb trotz des klaren Erfolges Realist: "Es hat heute viel Spaß gemacht, aber wir müssen auch sehen, dass Wilhelmshaven kaum eine Mannschaft auf dem Platz hatte. Wir genießen jetzt, dass wir Erster sind. Der Februar ist dann der Monat der Wahrheit für uns - danach wissen wir, ob wir ein Titelanwärter sind."
Wilhelmshavener HV: Meyer, Weiner – Ljubanovic (3), Gylfason (8/1), Vucicevic (5/1), Schröder (4/2), Bonath, Binder (3), C. Köhrmann (4), O. Köhrmann, Kelm.
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Sijan (ab 50. Minute) – von Behren (2), Lackovic (5), Nielsen (5), Eggert (4/2), Mogensen (3), Holmgeirsson (2), Jensen, Christiansen (6/2), Johannsen (1), Lijewski (5), Petersson (2), Knudsen (5).
Schiedsrichter: Methe/ Methe (Vellmar).
Zeitstrafen: 4:4. - Siebenmeter: 6:5.
Zuschauer: 2455 (ausverkauft).

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