Schweden zum neunten Mal Eishockey-Weltmeister

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21. Mai 2013, 03:59 Uhr

Stockholm | Als Henrik Sedin und die schwedischen "Goldhelme" den WM-Pokal aus den Händen des IOC-Präsidenten Jacques Rogge in Empfang nahmen, standen die "Eisgenossen" daneben - mit leerem Blick und hängenden Köpfen. Die Silbermedaille am Hals schien wertlos. "Die Enttäuschung ist riesig", sagte NHL-Verteidiger Roman Josi nach dem Schweizer 1:5 gegen Schweden im Endspiel von Stockholm: "Wir hatten die große Chance, Gold zu holen." Während die Tre-Kronor-Stars ihren neunten WM-Titel feuchtfröhlich feierten, verdrängte bei den Finalverlierern nur langsam der Stolz die Enttäuschung. "Was wir hier geleistet haben, war groß", sagte Josi, der als erster Schweizer überhaupt zum wertvollsten WM-Spieler gewählt wurde. "In ein paar Tagen werden wir zurückblicken und stolz sein." Zwei Wochen lang hatten die "Eisgenossen" die Eishockey-Welt auf den Kopf gestellt, waren mit neun Siegen in Folge ins Finale gestürmt, hatten alle Großen besiegt, die erste Medaille seit 60 Jahren gewonnen, den größten Erfolg der Schweizer Geschichte erreicht. Doch das ganz große Happyend blieb aus. Und so jubelten die Schweden, die den Heimfluch besiegten. Erstmals seit 1986 (Sowjetunion) gewann wieder ein WM-Gastgeber Gold.

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