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Sportticker

20. Oktober 2017 | 14:39 Uhr

Schmäschke bleibt der SG erhalten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Handball-Bundesligist verlängert mit dem Geschäftsführer bis 2021 / Beiratschef Meesenburg: „Richtiger Mann, das Optimale herauszuholen“

Die SG Flensburg-Handewitt setzt in der Führung auf Kontinuität. Nachdem der Handball-Bundesligist Trainer Ljubomir Vranjes bis 2020 an sich gebunden hat, wird nun der zum Sommer auslaufende Vertrag mit Geschäftsführer Dierk Schmäschke um fünf Jahre bis 2021 verlängert. „Im Beirat herrscht große Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen und sportlichen Situation der SG. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass wir mit Dierk Schmäschke weiter zusammenarbeiten wollen. Kontinuität ist ein wesentlicher Faktor unseres Erfolges“, sagt der Beiratsvorsitzende Boy Meesenburg (kl. Foto).

Für den 57 Jahre alten Schmäschke stand es außer Frage, dass er den 2011 beschrittenen Weg mit der SG weitergehen will: „Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß. Also habe ich ja gesagt, als der Beirat mich gefragt hat“, so der gebürtige Nordfriese, der vor fünf Jahren auf Initiative von Gesellschafter Mike Lassen an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war. Zuvor war Schmäschke sieben Jahre beim HSV Hamburg tätig.

Meesenburg plante schon 2011, „längstmöglich“ mit Schmäschke, der vor 37 Jahren als junger Spieler zur SG Weiche-Handewitt gekommen war, zusammenzuarbeiten. „Aber damals war unsere wirtschaftliche Situation so prekär, dass ich ihm das nicht garantieren konnte. Das ist heute anders“, sagt der Unternehmer, der den SG-Beirat seit September 2011 führt. In der „neuen Ära Schmäschke“ glückte die Konsolidierung der Vereinsfinanzen, ohne das Streben nach maximaler sportlicher Ausbeute aufzugeben. „Diese Balance ist gut gelungen“, sagt Meesenburg, betont aber, dass die SG trotz der herausragenden Erfolge der vergangenen Jahr „kein Selbstläufer“ sei.

Schmäschke weiß, welche Herausforderungen vor ihm stehen. „Der Kraftakt in wirtschaftlicher Hinsicht beginnt vor jeder Saison aufs Neue.“ Die vergangene Serie hatte die SG erstmals seit vielen Jahren mit einer „schwarzen Null“ abgeschlossen. In diesem Jahr sieht es nicht ganz so rosig aus. „Wir waren in der Kaderpolitik sehr progressiv. Auch, um unserem Trainer die von ihm gewünschte sportliche Perspektive zu ermöglichen. Mit den Neuverpflichtungen sind wir an unsere wirtschaftlichen Grenzen gestoßen“, sagt Meesenburg. Stars vom Schlage Mikkel Hansen werde man auch in Zukunft nicht nach Flensburg holen können.

Der Titel in der Champions League und der Pokalsieg hätten die Marke SG Flensburg-Handewitt weiter gestärkt, aber nicht automatisch zu einem Ansturm von Sponsoren geführt. „Es gelingt uns leider nicht in dem Maße, wie es notwendig wäre, große auswärtige Sponsoren zu gewinnen“, sagt Meesenburg. „Das ist aber nicht die Schwäche von Dierk, sondern ist in unserer Randlage begründet. Flensburg ist nicht die Stadt, in der die Headquarter oder Entscheider großer Unternehmen zu Hause sind.“ Man bleibe drauf angewiesen, dass sich das lokale Umfeld und die Gesellschafter weiter so stark zur SG bekennen, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

In Dierk Schmäschke sieht Meesenburg den „richtigen Mann, das Optimale herauszuholen“. Ihm sei es gelungen, in schwierigen Situationen große wie kleine Sponsoren mit zunehmen. Als weitere Erfolge der Tätigkeit des Geschäftsführers nannte der Beiratschef die Neuordnung der Geschäftsstelle und die langfristige Bereinigung des großen Konfliktfeldes um die Nutzung der Flens-Arena.

Nicht zuletzt habe Schmäschke seinen Anteil daran, dass in Ljubomir Vranjes „einer der besten Trainer der Welt“, so Meesenburg, gehalten werden konnte. Auch Vranjes freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Dierk Schmäschke. „Als Trainer ist es sehr wichtig, dass du Personen um dich hast, die das Geschäft Handball im vollen Umfang verstehen. So eine Person ist Dierk Schmäschke. Wir beide ergänzen uns in den jeweiligen Bereichen auf unsere spezielle Art sehr gut“, sagt der Schwede.

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