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Sportpolitik : Schenk kritisiert DOSB für Umgang mit Dopingstudie

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Sylvia Schenk hat als Sportbeauftragte von Transparency International den Deutschen Olympischen Sportbund und dessen Präsidenten Thomas Bach für ihren Umgang mit der Studie «Doping in Deutschland von 1950 bis heute» kritisiert.

Die vom DOSB eingesetzte Kommission sei ein «Schnellschuss» und greife zu kurz, sagte Schenk im Deutschlandradio Kultur. Sie ziele nur auf Verstrickungen in der Vergangenheit. Das habe sie Bach auch persönlich in einem Telefonat gesagt. Vor der IOC-Präsidentschaftswahl wolle der Kandidat offenbar «einfach Ruhe an der Front haben».

Der DOSB hatte nach Bekanntwerden von Auszügen der brisanten Studie eine siebenköpfige Expertenkommission unter Vorsitz von Udo Steiner berufen, die den Abschlussbericht auswerten und Handlungsempfehlungen erarbeiten soll. Schenk hofft, dass Bach nach einer möglichen Wahl zum IOC-Präsidenten am 10. September weitere Schritte einleitet. Nun müsse es «an das Umfeld gehen und auch gegebenenfalls Personen aussortieren, die sich nicht eindeutig hinter den Antidopingkampf stellen». Die Frage nach einem Anti-Doping-Gesetz sei dabei nur ein Mosaik.

Der Abschlussbericht der Berliner Humboldt Universität über die Doping-Vergangenheit in der Bundesrepublik bestätigte das Bild einer staatlich geduldeten und von Steuergeldern finanzierten Doping-Forschung seit 1970.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 18:58 Uhr

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