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Rockenfeller gewinnt erstes DTM-Rennen in Russland

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Moskau/Köln | Breit grinsend stand Mike Rockenfeller auf dem Podium des Moskau Raceway. Vor Mattias Ekström hatte der Gesamtführende den Audi-Doppelsieg beim ersten DTM-Rennen in Russland eingefahren, es war das Happy End für die Ingolstädter nach der Wasserflaschen-Affäre um Ekström - und nicht einmal Wladimir Putin konnte das verhindern an einem so chaotischen Rennwochenende vor den Toren der Hauptstadt. Diese Sorge gab es zwischenzeitlich tatsächlich, denn noch am Sonnabend hatte eine zweistündige Sperrung des Luftraums über dem neuen Kurs für den vorzeitigen Abbruch des Qualifyings gesorgt - Grund war anscheinend der Überflug des Staatspräsidenten Putin. Eine weitere Posse für die Tourenwagenserie, nur drei Wochen nach der viel kritisierten Disqualifikation des Schweden Ekström am Norisring.

Rockenfeller kümmerte all das gestern nicht mehr. Ein "absolut perfektes Rennen" bescheinigte Audis DTM-Leiter Dieter Gass dem 29-Jährigen. Ob es der nächste Schritt hin zu seiner ersten Meisterschaft war, wurde dieser gefragt. "Wenn man Meister werden will", sagte Rockenfeller lapidar, "muss man viele Punkte holen. Deshalb war es wichtig, hier zu gewinnen. Es war ein tolles Rennen, alles hat super funktioniert. Ich muss mich beim Team bedanken." In der Gesamtwertung liegt Rockenfeller mit nun 94 Punkten bereits 27 Zähler vor Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW/67) aus Kanada, der nach einem missratenen Rennen nur 19. wurde. Der englische Vizemeister Gary Paffett (Mercedes) musste sich mit dem fünften Platz begnügen und liegt nun mit 57 Zählern auf Rang drei des Klassements.

"Das war Schadensbegrenzung", sagte Paffett: "Ich bin einigermaßen zufrieden, mehr war nicht drin." Der frühere Formel-1-Pilot Timo Glock (Wersau/BMW) verpasste auf dem 16. Platz erneut die Punkteränge. Die Tribünen rund um den 2,555 km langen Kurs waren gut gefüllt gestern, 45.000 Fans waren es am gesamten Wochenende - das mit Spannung erwartete erste Rennen in Russland wurde damit doch noch so etwas wie ein Erfolg für die DTM.

Am Sonnabend hatte dies im Zweifel gestanden. Das Kuriosum um die Luftraumsperrung kam ohne jede Vorwarnung. Der Grund für den Abbruch: Der Rettungshubschrauber konnte nicht mehr ausrücken, eine sichere Ausführung des Qualifyings war damit nicht zu gewährleisten. Gestern waren die offiziellen Stellen eilig um Entwarnung bemüht, eine Sondergenehmigung schließe einen ähnlichen Vorfall aus. "Für uns ist der Himmel auf jeden Fall geöffnet", sagte der Helikopter-Pilot.

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