Reitturnier in Neumünster kämpft um Weltcup-Status

Gruppenfoto mit Pferd: Petra Wilm (Gestüt Tasdorf),  Paul Schockemöhle (Veranstalter), Matthias Lau (VR Bank), Carsten-Otto Nagel (Reiter), Rolf Wagner (VR Bank) und Dr. Wolf-Dieter Niemann (Sueverkrup+Ahrendt). Foto: Sell
Gruppenfoto mit Pferd: Petra Wilm (Gestüt Tasdorf), Paul Schockemöhle (Veranstalter), Matthias Lau (VR Bank), Carsten-Otto Nagel (Reiter), Rolf Wagner (VR Bank) und Dr. Wolf-Dieter Niemann (Sueverkrup+Ahrendt). Foto: Sell

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19. Januar 2011, 11:31 Uhr

Neumünster | Die VR Classics werfen ihre Schatten voraus: Vier Tage lang - vom 17. bis 20. Februar 2011 - sind die Holstenhallen in Neumünster wieder Treffpunkt für Reiter, Züchter und Freunde des Pferdesports aus ganz Deutschland, Europa und auch aus den Vereinigten Staaten. Am Start bei der 61. Auflage des traditionsreichen internationalen Hallenreitturniers, das zum 25. Mal Gastgeber des Dressur-Weltcups sein wird, werden Spring- und Dressurreiter aus 17 Nationen sein.

Allerdings muss Deutschlands ältestes Hallenreitturnier um seinen Dressur-Weltcup-Status kämpfen. Das bestätigte Turnierleiter Paul Schockemöhle gestern in Neumünster. Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) will die Zahl der Dressur-Prüfungen im Weltcup reduzieren und gleichzeitig erreichen, dass in jedem Land nur noch ein Dressur-Turnier mit diesem Status pro Saison stattfinden kann. Da auch andere Veranstalter wie beispielsweise das international bedeutendere Hallen-Reitturnier Stuttgart an einer Weltcup-Prüfung interessiert sind, "müssen wir jetzt um unseren Weltcup-Status im nächsten Jahr noch schwer kämpfen", räumte Schockemöhle ein.

In diesem Jahr ist die Weltcup-Prüfung beim VR Classics-Turnier, das einen Etat von rund einer Million Euro aufweist, mit 33 000 Euro (6600 Euro für den Sieger) dotiert. Als prominenteste Teilnehmerin steht schon jetzt die Olympiasiegerin Isabell Werth fest.

Die Springprüfungen des holsteinischen Traditionsturnieres sind in diesem Jahr weiter aufgewertet worden. In nicht weniger als vier Prüfungen gibt es erstmals Punkte für die Weltrangliste zu gewinnen; bisher traf das nur auf drei Springprüfungen zu. Höhepunkt wird der am 20. Februar stattfindende Große Preis sein, der mit 38 000 Euro dotiert ist. Auf den Sieger warten 12 400 Euro.

Wie Schockemöhle bestätigte, werden mit Janne Friederike Meyer (Schenefeld), Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Ausnahmestute Corradina und Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) drei der vier deutschen Mannschaftsweltmeister von Lexington am Start sein. "Ich rechne auch fest damit, dass der belgische Einzel-Weltmeister Philippe Le Jeune in Neumünster antreten wird", so Schockemöhle.

Insgesamt stehen bei den VR Classics rund 240 000 Euro Preisgeld zur Disposition. Fünf Hallen werden an den vier Tagen genutzt - von der Logistik in Halle 2 bis zur Wettkampfarena in der traditionsreichen Halle 1.

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