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Red-Bull-Protest nach Reifen-Geheimtest von Mercedes

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shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Monte Carlo | Über dem glanzvollen Premierensieg von Nico Rosberg beim Formel-1-Klassiker in Monaco lagen dunkle Wolken. Der deutsche Werksrennstall Mercedes hat durch einen geheimen dreitägigen Reifentest (15. bis 17. Mai) die Fronten im Dauerzoff um die sensiblen Gummis verhärtet und sich selbst zur Zielscheibe gemacht. "Kein Kommentar", sagte Renngewinner Rosberg . "Das ist eine Farce", wütete Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko - bekannt für deutliche Worte. Das Weltmeister-Team legte Protest ein, nachdem die Silberpfeile zwischen den WM-Läufen in Spanien und Monaco 1000 Kilometer und damit rund drei Renndistanzen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona absolviert hatten. Und das im aktuellen Rennwagen. "Das ist gegen die Regeln", sagte Teamchef Christian Horner in Monte Carlo. Auch Ferrari reagierte. "Ein Protest ist die einzige Möglichkeit, die wir haben.", sagte Teamchef Stefano Domenicali.

Pirellis seit Monaten leidgeprüfter Motorsportchef Paul Hembery und die Silberpfeil-Verantwortlichen erklärten einhellig, dass es sich zu 90 Prozent um Tests der Reifen für 2014 gehandelt habe. Dass in der restlichen Zeit die für das nächste Rennen in Kanada vorgesehenen, überarbeiteten Reifen zum Einsatz gekommen sind, soll Mercedes nicht gewusst haben. Gleichwohl liefern 1000 Kilometer, die Rosberg und Teamkollege Lewis Hamilton auf dem äußerst reifenanfälligen F1 W04 des deutschen Autobauers absolvierten, wichtige Daten.

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