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Räikkönen heißer Kandidat beim Rennstall Red Bull

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erstellt am 11.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Barcelona | Konkurrent, Kumpel und möglicherweise künftiger Kollege: Kimi Räikkönen gilt im Titelrennen als einer der schärfsten Rivalen des dreifachen Weltmeisters Sebastian Vettel. Und vieles spricht dafür, dass der Finne in der kommenden Formel-1-Saison Stallgefährte seines deutschen Spezies bei Red Bull wird. "Mit Sebastian würde es funktionieren", beschrieb der Lotus-Pilot sein Verhältnis zu Vettel als hervorragend. "Wir vertrauen uns gegenseitig vorbehaltlos."

Der österreichische Milliardär und Teambesitzer Dietrich Mateschitz hält große Stücke auf den Champion von 2007: "Wenn ein Fahrer wie Kimi auf dem Markt ist, muss er für uns immer ein Thema sein." Da Räikkönens Vertrag bei Lotus ausläuft und Mark Webber bei Red Bull nur einen Vertrag bis zum Saisonende hat, gäbe es im Fall einer Einigung nicht einmal ein großes Vertrags-Hick-Hack.

Beim Großen Preis von Spanien ist Räikkönens Zukunft ein Top-Thema. Aber den Finnen nerven Fragen zu einem möglichen Wechsel zu Red Bull sichtlich. "Ich entscheide danach, was für mich am Besten ist. Ich habe keine Eile, es sind erst vier Rennen absolviert", sagte er vor dem Europa-Auftakt morgen (Start: 14 Uhr/RTL und Sky). "Ich weiß, dass jeder darüber redet, aber mir ist das egal."

Reagierte Räikkönen bei diesem Reizthema gewohnt wortkarg, taute der "Iceman" beim Aspekt Titelchancen regelrecht auf. "Es wäre ja dumm zu sagen, wir kämpfen nicht um die WM. Deshalb sind wir ja hier", erklärte der 33-Jährige auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona. Vor dem fünften Saisonlauf ist Räikkönen (67 Punkte) mit zehn Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Vettel (77) Gesamtzweiter. Vettel zählt seinen Kumpel neben Ferrari-Pilot Fernando Alonso (47) zu seinen schärfsten Rivalen: "Man darf Kimi nicht außer Acht lassen. Im Moment fürchten wir Räikkönen und Lotus mehr als Ferrari."

Unterdessen hat der Weltmeister beim freien Training gestern das ewige Duell mit Lokalmatador Alonso mit einem Wimpernschlag Vorsprung für sich entschieden und ein erstes Zeichen gesetzt. "Wir können zufrieden sein, aber ich denke, dass noch Potenzial nach oben ist", sagte Vettel, der in 1:22,808 Minuten die Bestzeit vor dem spanischen Ferrari-Star (17 Tausendstelsekunden langsamer) setzte. Dritter wurde Vettels Teamkollege Mark Webber (Australien/1:22,891).

Der Circuit de Catalunya gilt als Gradmesser in der Formel 1. Weil hier die meisten Testfahrten stattfinden, haben die Teams hier die meisten Erkenntnisse und Erfahrungen. Daher gilt: Wessen Auto in Barcelona gut liegt und wer hier gut abschneidet, ist auch auf den anderen Strecken konkurrenzfähig.

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