Fußball : Pieth warnt vor Führungswechsel bei der FIFA

Mark Pieth ist gegen einen Führungswechsel bei der FIFA.  
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Mark Pieth ist gegen einen Führungswechsel bei der FIFA.  

Der scheidende FIFA-Antikorruptionsexperte Mark Pieth warnt vor einem Führungswechsel im Fußball-Weltverband und setzt sich für den Präsidenten Joseph Blatter ein. Ein möglicher Nachfolger hätte «zunächst mal andere Probleme - er will seine Macht etablieren», sagte der Schweizer Jurist und Kriminologe «n-tv.de». «Meine Befürchtung ist: Ein neuer Präsident ist schwächer, weil er in diesem Patronage-System in den Geldtopf greift und Allianzen bildet, sich Leute gefügig macht. Wir wären wahrscheinlich in zehn Jahren mit dem neuen Präsidenten da, wo wir jetzt sind.»

shz.de von
06. November 2013, 14:00 Uhr

Der Basler Strafrechtprofessor Pieth gibt sein Amt als FIFA-Kontrolleur Ende des Jahres auf. Er war Vorsitzender der Kommission für Good Governance. Er sollte den von diversen Skandalen geplagten Weltverband reformieren und ihm mit neuen Strukturen zu mehr Glaubwürdigkeit verhelfen. Anfang des Jahres hatte er zahlreiche hochrangige Funktionäre beschuldigt, die Erneuerung in der FIFA massiv zu behindern.

Pieth verteidigte die Fortschritte der Reform erneut. «Wir dürfen den Stand nicht am Papier messen, das wir produziert haben», sagte er. «Sondern wir müssen schauen: Was hat sich effektiv in der Institution Fifa geändert? Das Entscheidende ist: Wir hinterlassen Institutionen mit unabhängigen Leuten.»

Blatter will im kommenden Sommer verkünden, ob er 2015 für eine weitere Amtszeit kandidiert.

Interview bei n-tv.de

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