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Party in München, Trauer im Pott und Pleite in Berlin

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Berlin | Das "German Endspiel" von Wembley elektrisierte in Deutschland die Massen und lockte in Dortmund und München etliche Tausend Fans trotz schlechten Wetters und angeblicher Terrorwarnungen in die Public-Viewing-Zonen. Lediglich in Berlin fiel die große Fußball-Party sprichwörtlich ins Wasser.

In München war die Lust auf das gemeinsame Fußball-Erlebnis riesig. 40 000 Fans strömten auf die Theresienwiese, 45 000 Menschen verfolgten das Spiel in der Allianz Arena. Als der erste Champions-League-Sieg seit 2001 feststand, brachen alle Dämme. Die Münchner Innenstadt verwandelte sich in eine riesige Party-Meile. 150 000 Menschen fluteten die City und feierten trotz niedriger Temperaturen bis in den frühen Morgen. Die Fans belagerten die Kneipen und sangen die Bayern-Hymne "Stern des Südens". Die Leopoldstraße wurde teilweise gesperrt, auch U-Bahnhöfe mussten geschlossen werden. Wie die Polizei mitteilte, mussten 40 Personen wegen Körperverletzungen oder dem Gebrauch von Pyrotechnik angezeigt werden. Insgesamt waren 450 Polizeibeamte im Einsatz.

Auch in Dortmund war die Stimmung zunächst ausgelassen. Die Westfalenhallen 1 und 4 waren komplett mit Fans gefüllt. Der Friedensplatz wurde schon drei Stunden vor Anpfiff wegen Überfüllung geschlossen. Auch auf dem Hansaplatz und dem Reinoldikirchplatz tummelten sich Borussen-Anhänger. Am Ende jedoch flossen Tränen. Nachdem Arjen Robben den "Krimi" im gut 1000 Kilometer entfernten London entschieden hatte, pilgerten die meisten Fans schnell nach Hause. "Wir haben heute in Dortmund friedliche Veranstaltungen erlebt. Mit Ausnahme einiger Unverbesserlicher, die nicht auf den Einsatz von Pyrotechnik verzichten wollten, bin ich mit dem polizeilichen Einsatz zufrieden," sagte Polizei-Einsatzleiter Dieter Keil.

Einen Reinfall erlebte indes Berlin mit seiner Fanmeile. Die einstmals größte Public-Viewing-Arena Deutschlands zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule lockte nur wenige Tausend Fans an. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit 250 000 Besuchern gerechnet. Vor allem Touristen und Familien blieben dieses Mal der Veranstaltung fern. "Das lag einzig und allein am schlechten Wetter", so die Veranstalter.

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