Offenbach und Koblenz hoffen auf "Fußball-Wunder"

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19. Januar 2011, 11:31 Uhr

Frankfurt | Zwei Mal dritte gegen erste Liga: Die Achtelfinalnachholspiele im DFB-Pokal bergen nicht nur den Reiz von David gegen Goliath. Trainer Wolfgang Wolf fordert heute mit den Offenbacher Kickers seinen früheren Arbeitgeber 1. FC Nürnberg und darf von einem Knüller gegen den FC Schalke 04 träumen. "Ich habe dem Club viel zu verdanken, er mir aber auch. Gegen Freunde gewinne ich gern", sagte Wolf. Die TuS Koblenz empfängt ebenfalls heute (19 Uhr) den 1. FC Kaiserslautern zum Rheinland-Pfalz-Derby.

Die in eher bescheidenen Verhältnissen lebenden Drittliga-Clubs Offenbach und Koblenz hoffen nicht nur auf eine Sensation, sondern auf einen Geldregen. Der Einzug ins Viertelfinale garantiert jedem Club mindestens 1,2 Millionen Euro an Fernsehgeldern. Sollte dem OFC die nächste Überraschung gelingen, wartet bereits am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) Schalke 04 als nächster Hochkaräter und könnte die Kassen weiter zum Klingen bringen: 1,5 Millionen Euro wären den Kickers durch die Live-Übertragung im ZDF sicher. "Jetzt zählt nur der Mittwoch", warnte Wolf Fans und Spieler des Tabellendritten jedoch davor, Luftschlösser zu bauen. Gleichzeitig sagte der 53-Jährige, der 2004 mit dem "Club" in die Bundesliga aufgestiegen und im Oktober 2005 entlassen worden war: "Wir sind topfit, wir können auch Nürnberg ein Bein stellen."

Die Koblenzer würden bei einem Coup gegen den FCK im Viertelfinale ebenfalls Heimrecht haben - gegen den MSV Duisburg. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos will sich aber keinen Illusionen hingeben: "Die Chancen stehen 1:99, alles andere als ein Lauterer Sieg wäre eine Sensation", meinte er.

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