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Nur noch ein Punkt fehlt zur Champions League

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SG Flensburg-Handewitt bezwingt GWD Minden mit 30:19 und ist wieder Tabellenzweiter

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg | Die SG Flensburg-Handewitt ist auf dem besten Wege zur erneuten Vizemeisterschaft in der Handball-Bundesliga. Mit dem souveränen 30:19 (18:11) über GWD Minden verdrängte das Team von Trainer Ljubomir Vranjes die Rhein-Neckar Löwen vom zweiten Platz und ist nur noch einen Punkt von der erneuten Qualifikation für die Champions League entfernt. "Das war überzeugend, wir sind konzentriert aufgetreten", lobte Ljubomir Vranjes seine Mannschaft.

Der 39-jährige Schwede hatte einen ruhigen Abend verbracht. Nur in den ersten 15 Minuten hatten die Ostwestfalen darauf hoffen dürfen, einigermaßen ungeschoren den Heimweg antreten zu können. 7:6 hatte die SG zu diesem Zeitpunkt lediglich geführt. Als die Gastgeber dann aber das Tempo anzogen und in der Deckung beherzter als zu Beginn zupackten, war schnell eine Vorentscheidung gefallen. 14:8 führte der Vizemeister nach 24 Minuten. Der Rest war nur noch Formsache gegen einen Gegner, den die stabile Flensburger Defensive mit den beiden starken Torhütern Mattias Andersson und Sören Rasmussen nach dem Wechsel an den Rand der Verzweiflung trieb. "Unsere Abwehr und unsere Torhüter hatten Minden unglaublich gut im Griff", befand Abwehrchef Tobias Karlsson.

Nach dem Wechsel gelangen Minden bis zur 51. Minute ganz fünf Tore, die SG war inzwischen auf 28:15 enteilt. "Wenn wir nicht ein paar Mal verworfen hätten, wäre der Sieg sogar noch deutlicher ausgefallen", meinte SG-Kapitän Karlsson, der an diesem Abend mit seinen Mitspielern mehr als zufrieden war. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben einen seriösen Eindruck gemacht, eine gute Einstellung an den Tag gelegt und große Arbeitsfreude gezeigt." Der Lohn für den konzentrierten Auftritt: Die SG hatte keine 20 Gegentore zugelassen.

Vranjes hatte es sich sogar leisten können, seinen besten Feldtorschützen in der zweiten Hälfte auf der Bank zu lassen. Nachdem Holger Glandorf von den ersten 14 Flensburgern Toren allein sieben erzielt hatte, beorderte der Trainer seinen "Shooter" vom Feld. Das Angriffsspiel der Gastgeber litt nicht darunter. Und dass Thomas Mogensen mit einer mysteriösen Virus-Erkrankung (Vranjes: "Thomas hat seit Dienstag nichts mehr gegessen, ihm geht es gar nicht gut") das Bett hüten musste, fiel gegen die überforderten Ostwestfalen ebenfalls nicht ins Gewicht. Vor der Pause übernahm Steffen Weinhold auf der Mitte die Spielmacherrolle, nach der Pause Arnor Atlason. Beide erledigten ihre Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit des Trainers. "Heute gibt es fast nichts zu bemängeln", strahlte Vranjes.

Zwei Spieltage vor dem Saisonende liegen die Flensburger wieder auf dem Rang, auf dem sie die vergangene Spielzeit abgeschlossen haben. Diesen wollen Vranjes und seine Spiele nun in Göppingen (Sonntag) und am 8. Juni in der Flens-Arena gegen den TuS N-Lübbecke mit aller Macht verteidigen. "Wir liegen klar auf Champions League Kurs. Jetzt wollen wir auch die beiden letzten Spiele gewinnen", stellte Vranjes klar. "Wir werden alles geben, um auch in Göppingen zu gewinnen", versprach Tobias Karlsson, obwohl er weiß, dass die Flensburger in der "Hölle Süd" ein heißer Tanz erwartet. Aber mit einer ähnlichen guten Vorstellung wie gegen Minden und einem wieder genesenen Thomas Mogensen sollte diese Hürde zu nehmen sein.SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen (ab 44. Minute) - Karlsson, Machulla (n.e.), Atlason (1), Eggert (8/4), Glandorf (7), Svan Hansen (4), Weinhold (3), Djordjic (n.e.), Heinl, Gustafsson (3), von Gruchalla, Knudsen (4).

GWD Minden: Persson, Vortmann 15.-52. Minute) - Traue, Oevermann, Fuchs, Steinert (2), Südmeier (2), Torbrügge, Tesch (1), Oechsler (1), Schmidt (5/4), Svitlica (4), Freitag, Doder (4), Klesniks.

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig/Bochum).

Zeitstrafen: 1:5 - Siebenmeter: 5:4.

Zuschauer: 5678.

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