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21. Oktober 2017 | 01:59 Uhr

Nur Ludwig/Walkenhorst jubeln

vom

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Klagenfurt/Köln | Die letzten Sonnenstrahlen lagen über dem Wörthersee, da meldeten sich Laura Ludwig und Kira Walkenhorst noch einmal zu Wort. "Und zu Ende geht ein schöner Tag...", schrieb das Beachvolleyball-Duo bei Facebook und verbreitete mit einem Foto sommerliche Abendstimmung.

Wenige Stunden nach dem Gewinn der EM-Bronzmedaille waren die Hamburgerinnen rundum zufrieden, der Frust über die verpasste Chance auf mehr hatte sich längst verflüchtigt. "Die Freude ist riesengroß, vor allem nach dem verlorenen Halbfinale - das hat uns wirklich total geärgert", sagte Ludwig, die das erste Edelmetall an der Seite ihrer neuen Partnerin in Klagenfurt/Österreich mit einem Sprung ins Wasser feierte. Für die 27-Jährige, mit der zurückgetretenen Sara Goller zwei Mal Europameisterin, war der Erfolg nur eine Frage der Zeit: "Mir war bewusst, dass wir ein gutes Team werden. Wir sind beide sehr willensstark und ehrgeizig. Die Bronzemedaille ist für uns ein superwichtiges Ergebnis."

Vier Wochen nach dem fünften Platz bei der WM im polnischen Stare Jablonki schafften Ludwig/Walkenhorst den ersehnten Sprung aufs Treppchen. Leidtragende waren keine Geringeren als Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Das Duo aus Essen unterlag im "kleinen Finale" mit 0:2 (17:21, 18:21) und ging völlig leer aus. Dabei waren die topgesetzten deutschen Meisterinnen mit großen Hoffnungen an den Start gegangen. Entsprechend sah die Gefühlslage aus. "Solch ein Spiel will man auf keinen Fall verlieren, ein Turnier am letzten Tag mit zwei Niederlagen zu beenden, schlimmer geht es nicht", sagte Semmler: "Es ging darum, die letzten Reserven zu mobilisieren, nach einer schweren Woche beim Grand Slam in Los Angeles und bei dieser Hitze hat es am Ende nicht gereicht." Im Halbfinale hatten Holtwick/Semmler ein 0:2 gegen die Spanierinnen Liliana Fernández Steiner/Elsa Baquerizo Macmillan kassiert. Ludwig/Walkenhorst waren an den österreichischen Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger gescheitert. Die Lokalmatadorinnen holten sich später den Titel.

Bei den Männern war der Kampf um die Medaillen aus deutscher Sicht zu früh beendet. Die letzten drei im Turnier verbliebenen Paarungen schieden allesamt im Viertelfinale aus, allen voran die WM-Dritten Jonathan Erdmann und Kay Matysik. Das an Nummer sechs gesetzte Berliner Duo kassierte ein 0:2 gegen die Italiener Nicolai Paolo/Daniele Lupo. Auch Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst (Berlin/Kiel) sowie Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif (Hamburg) mussten sich nach Niederlagen mit Platz fünf begnügen.

Den Titel bei den Herren sicherten sich gestern Nachmittag die Spanier Pablo Herrera/Adrián Gavira, die sich glatt mit 2:0 (19:21,17:21) gegen Janis Smedins/Aleksandrs Samoilovs (Lettland) durchsetzten.

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