zur Navigation springen
Sportticker

19. Oktober 2017 | 07:53 Uhr

Niersbach hält zu Steuersünder Hoeneß

vom

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Frankfurt/Main | DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich in der Steueraffäre um Uli Hoeneß in aller Deutlichkeit hinter den Präsidenten des FC Bayern München gestellt. "Ich würde ihm als Freund wünschen, dass er seine großartige Arbeit beim FC Bayern fortsetzen kann", meinte der 62-Jährige in einem Doppelinterview in der "Bild am Sonntag", das gemeinsam mit Liga-Präsident Reinhard Rauball geführt wurde.

Die Staatsanwaltschaft München hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung erhoben. Der Präsident des FC Bayern und der Aufsichtsrats-Chef der FC Bayern AG hatte sich im Januar wegen Steuerhinterziehung selbst beim Finanzamt angezeigt. Kritiker entgegnen, dass der 61-jährige Hoeneß aufgrund der strengen Compliance-Bestimmungen in der Wirtschaft, die die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in Unternehmen regeln, nicht länger Aufsichtsratsvorsitzender einer Aktiengesellschaft bleiben dürfe. Rauball hielt sich in dieser Frage zurück. "Das müssen Sie den Aufsichtsrat von Bayern München fragen", meinte der Präsident des Liga-Verbands und des Bayern-Rivalen Borussia Dortmund.

Dafür empfahl Rauball den DFB-Boss erneut als möglichen neuen Chef der Europäischen Fußball-Union Uefa. "Wolfgang Niersbach hat definitiv die Qualitäten eines Uefa-Präsidenten. Deshalb habe ich ihn für das Amt und die Nachfolge von Michel Platini ins Gespräch gebracht", sagte er. Niersbach selbst hält sich bedeckt, schließt aber eine Kandidatur nicht aus. "Im Moment sind noch viele Fragen offen: Zieht Blatter zurück? Tritt Platini auch zur Wahl zum Fifa-Präsidenten an, wenn er einen Zweikampf mit Blatter führen muss?", erklärte der 62-Jährige. Niersbach, der seit 2012 DFB-Präsident ist, betonte: "Letztlich wissen wir erst im Mai 2015, wie es bei Fifa und Uefa weitergeht."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen