zur Navigation springen
Sportticker

13. Dezember 2017 | 05:03 Uhr

Müder HSV unterliegt Lübbecke

vom

26:31 in eigener Halle bedeutet siebte Niederlage in dieser Saison / Erneute Qualifikation für die Champions League in Gefahr

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

HAMBURG | So unterschiedlich fühlen sich Niederlagen an: Am Sonntag verloren die Handballer des HSV Hamburg das packende Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 23:25 und feierten die Schlappe wie einen Sieg, weil sie den Einzug in das Final4 bedeutete. Am Dienstag kassierten die Hamburger beim 26:31 (15:15) vor 7515 Zuschauern in der O2-World gegen den TuS N-Lübbecke die siebte Pleite in der laufenden Bundesliga-Saison und schlichen wie geprügelte Hunde vom Feld. Der vierte Platz, der nach der Serie die erneute Qualifikationsmöglichkeit für die Champions League bedeutet, ist mit 40:18 Punkten erst einmal in weitere Ferne gerückt.

Auch für den gemeinsamen Tanz mit den Fans in den Mai hätten die Voraussetzungen besser sein können. So war eher Frustbewältigung denn Partystimmung angesagt. "Das war ein Scheißtag", sagte HSV-Kapitän Pascal Hens. Auch für die Pfiffe der Zuschauer hatte der 33-Jährige Verständnis. "Ich hoffe, dass uns die Fans nicht allzu lange böse sind." Nach dem Flensburg-Spiel waren die Ostwestfalen, die den HSV bereits beim 32:33 im Hinspiel am Rande einer Niederlage hatten, ein höchst undankbarer Gegner. Schon nach elf Spielminuten holte Schwalb seine Spieler beim Stand von 5:8 zusammen.

Die Nettelstedter, die im gesicherten unteren Mittelfeld der Liga stehen, mochten die Punkte nicht sang- und klanglos an der Alster lassen. Zwar glich Pascal Hens mit seinem 1550. Pflichtspieltreffer zum 10:10 (20.) aus. Doch die Gäste blieben hartnäckig, markierten nach der Pause fünf Treffer in Folge zum 15:20 (38.), wobei Ales Pajovic sogar ein Tor in doppelter Unterzahl gelang. Nach 44 Minuten und einer ebenso kurzfristigen wie erfolglosen Torhüter-Rotation von Johannes Bitter zu Max-Henri Herrmann und wieder zurück lag Lübbecke sogar mit 25:17 vorn. Ein letzter Hoffnungsschimmer keimte auf, als Bitter in der 52. Minute einen Siebenmeter abwehrte, doch seine Vorderleute drehten das Spiel nicht mehr. Pascal Hens: "Wir haben es einfach nicht geschafft, den Schalter umzulegen." Das nächste Spiel ist erst am 11. Mai gegen Frisch Auf Göppingen. Trainer Schwalb will seinen Profis am Wochenende eine Pause gönnen: "Die Jungs sind am Ende, das haben sie heute bewiesen."

Für die heutige Auslosung des Final-Four-Turniers am 1./2. Juni in Köln, wollte Christoph Wendt keinen Wunsch formulieren. "Es ist immer das Gegenteil eingetreten", sagte der HSV-Geschäftsführer, der seinen Verein in Wien vertritt. Klar dürfte aber sein, dass eher das polnische Team aus Kielce als der FC Barcelona oder der THW Kiel erhofft wird. HSV Hamburg: Bitter, Herrmann - Lindberg (7/4), Hens (5), Duvnjak (5), Lijewski (4), Schröder (3), Jansen (1), Vori (1).

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Quenstedt - Pajovic (7), Wilke (5/3), Loke (5), Vukovic (5), Svensson (2), Schöngarth (2), Remer (2), Gustafsson (1), Niemeyer (1), Tluczynski (1).

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Karlsruhe).

Siebenmeter: 5:4. - Zeitstrafen: 2:4. - Zuschauer: 7515.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen