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Leichtathletik : Mikitenko: «Den Weltrekord wollte ich auf jeden Fall»

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Fragen an die deutsche Marathon-Rekordhalterin Irina Mikitenko vor Journalisten nach dem Lauf am Sonntag in Berlin.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2013 | 15:59 Uhr

Frage:Was bedeutet Ihnen mehr: Der dritte Platz oder der Masters-Weltrekord, die schnellste Zeit in Ihrer Altersklasse?

Mikitenko:Beides ist toll. Den Weltrekord wollte ich auf jeden Fall. Dass ich dazu noch Dritte geworden bin, ist natürlich umso schöner. Man hat im Training gesehen, dass ich das kann. Aber im Rennen die Leistung abrufen, ist noch einmal etwas Anderes. Ich bin schon 41, aber das sagt nichts. Ich fühle mich wie 20 mit 20 Jahren Erfahrung.

Frage: Ab wann haben Sie gemerkt, dass Sie Dritte werden können?

Mikitenko: Ich habe mir die ganze Zeit mit der Kenianerin Helah Kiprop einen Zweikampf geliefert, und als ich gemerkt habe, dass sie lieber gemütlicher laufen wollte, habe ich noch einmal angezogen. Wie viele Läuferinnen da noch vor mir waren, wusste ich nicht. Ich bin ein Kämpfertyp und wollte einfach schneller sein als sie. Das ich auf Position drei lag, hat mir erst ein Zuschauer gesagt.

Frage: Sie sehen recht entspannt aus, wie geht es Ihnen denn?

Mikitenko:Körperlich bin ich nicht erschöpft. Die Reporter haben mich nach dem Zieleinlauf gefragt, ob ich schon ein Interview geben könnte oder ob ich noch Zeit brauche. Ich habe gesagt: 'Ja, leider kann ich schon ein Interview geben'.

Frage:Fällt Ihnen das Laufen schwerer als früher?

Mikitenko:Ja, der Kopf sagt: Du kannst immer noch. Aber der Körper streikt schon manchmal. Ich brauche immer längere Regenerationsphasen.

Frage:Hören Sie jetzt nach diesem Höhepunkt auf oder machen Sie noch weiter?

Mikitenko:Ganz aufhören kommt nicht infrage. Ich sage im Training immer zu meinem Mann: 'Das ist der Letzte (Marathon)'. Aber wenn man mit so einem Ergebnis ins Ziel kommt, will man natürlich weiter machen.

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