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Schwimm-WM 2015 in Kasan : Marco Koch: Endlich wieder ein deutscher Weltmeister

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Marco Koch triumphiert bei Schwimm-WM über 200 Meter Brust. Die Freistil-Staffel verpasst eine Medaille.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2015 | 08:54 Uhr

Marco Koch setzte sich auf die Leine, zeigte seine starken Muskeln und ließ sich nach dem ersten deutschen WM-Titel seit sechs Jahren rücklings ins Becken fallen. „Das war ein geiles Rennen, es hat viel Spaß gemacht“, erklärte er. Koch ist erster deutscher Weltmeister über 200 Meter Brust. Der 25-Jährige aus Darmstadt gewann gestern bei der Schwimm-WM in Kasan in 2:07,76 Minuten und holte das erste deutsche WM-Gold im Becken seit Britta Steffen vor sechs Jahren.

Der WM-Zweite von 2013 blieb dabei über seinem deutschen Rekord, dabei hatte Koch vor dem Rennen sogar noch angekündigt, der Weltmeister müsse Weltrekord schwimmen. Silber ging an den US-Amerikaner Kevin Cordes, Bronze an Ungarns Olympiasieger Daniel Gyuarta, der zuvor drei WM-Titel in Serie auf dieser Strecke geholt hatte. Nur mit der Zeit war der Darmstädter nicht zufrieden. „Leider kein Weltrekord, aber ich bin trotzdem superhappy“, erklärte Koch. Nächstes Jahr, ließ er die erstaunten Zuhörer zurück, wolle er dann auch mal schnell schwimmen. Eine bessere Möglichkeit als bei Olympia in Rio gibt es da nicht.

Koch ist erst der dritte deutsche Schwimmer, der über die 200 Meter Brust eine WM-Medaille holte. Zuvor waren Walter Kusch (Bronze 1978), Christian vom Lehn (Silber 2011) und Koch selbst als WM-Zweiter vor zwei Jahren in Barcelona erfolgreich gewesen. Es war die zweite deutsche Goldmedaille von Kasan nach dem Sieg der Freiwasser-Mannschaft und das dritte Edelmetall für die Beckenschwimmer.

Zuvor hatte es auf der 50-Meter-Bahn zweimal Bronze durch Paul Biedermann und die Mixed-Lagenstaffel über 4x100 Meter gegeben. Es war die insgesamt siebte deutsche Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband bei dieser WM. Damit ist das Minimalziel bereits vor den letzten beiden WM-Tagen erreicht worden.

Die deutsche Freistil-Staffel über 4x200 Meter verpasste gestern die leise erhoffte Bronzemedaille deutlich. Jacob Heidtmann, Clemens Rapp, Christoph Fildebrandt und Paul Biedermann schlugen nach 7:09,01 Minuten an. Ein Jahr nach dem EM-Titel bedeutete das Rang fünf. Der Titel ging in 7:04,33 Minuten an die Briten, die den sechsten WM-Erfolg des US-Quartetts nacheinander verhinderte. Bronze gewannen die Australier.

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