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12. Dezember 2017 | 17:45 Uhr

Löws Aufstellung wird zum Puzzlespiel

vom

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Miami | Drückende Hitze, ein unangenehmer Gegner und eine bunt zusammengewürfelte DFB-Auswahl: Bundestrainer Joachim Löw steht vor dem ersten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der USA-Reise heute Abend (20.30 Uhr/live ARD) in Boca Raton gegen Ecuador vor einer echten Herausforderung und einem komplizierten Personalpuzzle. "Das wird sehr schwer, weil wir eine völlig neue Konstellation und erst fünf, sechs Einheiten zusammen haben. Das ist wie bei einer neu zusammengestellten Vereinsmannschaft zum Start der Vorbereitung", sagte der 53-Jährige vor der Partie gegen den Zehntplatzierten der Fifa-Weltrangliste.

Die extremen klimatischen Bedingungen mit Temperaturen um 30 Grad und rund 80 Prozent Luftfeuchtigkeit machen die Aufgabe für das stark ersatzgeschwächte DFB-Team um 14.30 Uhr Ortszeit in Florida nicht leichter. Trotzdem will "Deutschland II" vier Tage nach dem beeindruckenden Champions-League-Finale "auch mit den Länderspielen wieder Highlights setzen", betonte Teammanager Oliver Bierhoff. Um keine Pleite zu erleben, "müssen wir in erster Linie eine gute Organisation haben. Wir müssen defensiv gut stehen und dürfen uns möglichst wenig Fehler erlauben", unterstrich Löw.

Angesichts der Umstände ist das zweite Duell gegen die robusten Südamerikaner für Torwart Rene Adler eine "große Herausforderung. Wir standen aber schon oft vor solchen Aufgaben, und wir werden sie auch diesmal bewältigen", meinte der HSV-Keeper, der in Abwesenheit von Manuel Neuer die Nummer eins ist.

Der Bundestrainer will den Erfolg der USA-Reise nicht vorrangig von den Ergebnissen heute und am Sonntag (20.30 Uhr/live ZDF) in Washington gegen die USA abhängig machen. "Wir wollen die zwei Spiele erfolgreich gestalten. Aber das Ergebnis ist nicht allein entscheidend. Wichtig ist für mich in erster Linie, mit Blick auf die kommende Saison Erkenntnisse zu gewinnen. Wenn der eine oder andere Spieler auf dieser Reise den Sprung schafft, bin ich zufrieden", sagte Löw. Den traut er besonders Angreifer Max Kruse (25) zu, der bei den bisherigen Einheiten auf der Anlage der Barry University einen starken Eindruck hinterließ.

Fakt ist, dass Löw eine Elf aufbieten wird, die in dieser Form noch nie zusammengespielt hat und auch nie mehr zusammenspielen wird. In seinem 19-Mann-Kader stehen mit Per Mertesacker, Benedikt Höwedes, Andre Schürrle und Lukas Podolski, der voraussichtlich in seinem 109. Länderspiel Kapitän sein wird, nur vier Spieler, die zuletzt auch in den WM-Qualifikationsspielen regelmäßig Einsätze hatten. Dazu kommen mit Adler, Julian Draxler, Heiko Westermann und Marcell Jansen vier weitere Akteure, die über etwas mehr Erfahrung verfügen. Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung: Adler - Höwedes, Wollscheid (Mertesacker), Westermann, Jansen - Lars Bender, Neustädter - Schürrle, Draxler (Hunt), Podolski - Kruse

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