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21. Oktober 2017 | 12:29 Uhr

Liga sucht das Bayern-Gegenmittel

vom

Rekordmeister geht klar favorisiert in die 51. Spielzeit der deutschen Fußball-Eliteklasse / Dortmund und Leverkusen als Hauptkonkurrenten

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Berlin | Die neue Titelhatz in der Bundesliga beginnt, und zahlreiche Fußballfans in Deutschland eint eine nur auf den ersten Blick merkwürdig erscheinende Hoffnung: dass der Triplesieger FC Bayern München viel zu gut besetzt ist. Schließlich wurden die übermächtigen Super-Bayern mit Startrainer Pep Guardiola sowie Mario Götze und Thiago Alcantara zusätzlich aufgemotzt - und von Dortmund über Leverkusen bis Schalke setzen die Mitbewerber nun darauf, dass zu viele Stars und damit verbundene interne Querelen ein Hindernis für den Rekordchampion sein könnten. Die Bayern aber lässt dieses Szenario vor dem Saisoneröffnungsspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr/live ARD) kalt. "Ich lese ständig, dass bald das große Hauen und Stechen bei uns beginnt. Ich kann alle beruhigen - wir werden das mit großer Souveränität lösen. Es wird nicht einen Spieler geben, der aus der Reihe tanzt", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Klar ist dennoch: Guardiola hat seine Wünsche inklusive Götze und Alcantara erfüllt bekommen und muss nach diversen Umbauarbeiten Ergebnisse - und Titel - liefern. Sonst ist Unruhe programmiert. "Oben zu sein ist das eine, oben zu bleiben das andere. Das ist die schwierigste Aufgabe überhaupt", sagte Präsident Uli Hoeneß, fügte aber auch an: "Wenn nicht Pep, wer sonst könnte es schaffen?" Sportvorstand Matthias Sammer outete sich ebenfalls als Pep-Fan: "Die Tradition des Clubs trifft auf Peps Ideen. Wenn wir die nicht annehmen, wäre das negativ."

Und in Dortmund? Die Töne von Trainer Jürgen Klopp klingen ungewohnt leise. Der Motivator musste Wege finden, die Niederlage im Champions-League-Finale gegen die Bayern (1:2) zu verarbeiten und den Verlust von Götze zu verdauen. Die sprichwörtliche Dortmunder Wagenburg steht jedenfalls schon wieder. "Die Jungs haben sehr gut mitgezogen. Die Bereitschaft war in jeder Einheit groß", sagte Klopp. Obwohl kein ganz großer Kracher kam, sondern die in Deutschland eher unbekannten Henrich Mchitarjan (Donezk/25 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (St. Etienne/13) sowie der Bremer So kratis (9), hält Klopp den Kader für stark genug, um die Bayern zu piesacken. Bayer Leverkusen und Schalke 04 wird am ehesten zugetraut, in die Phalanx des FCB und BVB einzubrechen.

Dahinter folgen sieben, acht Clubs, die nach oben streben - beispielsweise Gladbach, der VfL Wolfsburg oder auch der Hamburger SV. Der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt dürfen und müssen die Doppelbelastung aus Liga und Europa League verkraften.

Zum 50. Geburtstag steht die Fußball-Bundesliga in voller Blüte, international geachtet und ökonomisch gesund. "Die Liga ist eine Erfolgsstory", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Der Chef des Ligaverbands, Reinhard Rauball, sieht Deutschland sogar führend im internationalen Vergleich: "Was die Spannung des Wettbewerbs, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Pros perität anbelangt, muss die Bundesliga sich momentan vor niemandem verstecken."

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