Sportpolitik : Kuba will Sportlern Auslandstätigkeit erlauben

Kein Witz, die kubanische Parteizeitung heißt wirklich «Granma».  
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Kein Witz, die kubanische Parteizeitung heißt wirklich «Granma».  

Kuba will seinen Sportlern in Zukunft erlauben, beruflich im Ausland tätig zu sein. Dies schließe die Möglichkeit ein, dass sie von ausländischen Vereinen unter Vertrag genommen würden, berichtete die Parteizeitung «Granma».

shz.de von
27. September 2013, 15:56 Uhr

Auch Trainern und anderen Sportspezialisten würde die Möglichkeit offen stehen. Ziel sei es, neue Einnahmequellen zu erschließen. Die Reform sehe auch Gehaltserhöhungen bei Hochleistungssportlern vor. Die neue Gehaltspolitik werde in den nächsten Monaten offiziell eingeführt.

Auf der Karibikinsel wurde seit Wochen über die mögliche Reform im Sportbereich spekuliert. Im Juli hatten die Behörden einigen Baseballspielern punktuell erlaubt, Profiverträge in Mexiko zu unterschreiben. Das sozialistische Kuba schaffte 1962 den Profisport ab. Viele Top-Sportler verlassen seitdem oft illegal das Land, um vor allem in den USA unter Vertrag zu kommen. Kubas Baseballspieler und Boxer genießen weltweit einen hervorragenden Ruf.

Erst vor einigen Wochen hatte die Box-Weltmacht auch ihren Einstieg in die Amateur-Weltserie WSB gefeiert. Ende August besiegte eine kubanische Staffel die Vertretung Mexikos bei ihrer Premiere im halbprofessionellen Turnier der Weltboxföderation AIBA. Damit war die Sportnation Kuba mitten im Prozess marktwirtschaftlicher Reformen einen wichtigen Schritt Richtung Profisport gegangen.

Bericht «Granma»

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