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14. Dezember 2017 | 00:16 Uhr

Kiel will raus aus der Regionalliga

vom

Aufstiegsspiele zur 3. Fußball-Liga: Holstein empfängt heute Hessen Kassel

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 03:59 Uhr

KIEL | Es ist alles angerichtet für den großen Showdown. Wenn Schiedsrichter Robert Kempter heute um 18.30 Uhr im vermutlich ausverkauften Holstein-Stadion das erste der beiden Aufstiegsspiele zur 3. Fußball-Liga anpfeift, steht für Holstein Kiel und Hessen Kassel der Erfolg einer ganzen Saison auf dem Spiel. In Hin- und Rückspiel entscheidet sich, welcher der beiden Regionalliga-Meister in der kommenden Spielzeit auf der bundesweiten Bühne auftreten darf. "Diese Partien sind für den Club und seine Entwicklung von enormer Bedeutung", unterstreicht Holstein-Präsident Roland Reime. "Wir müssen endlich raus aus der Regionalliga."

Doch das wird nicht so einfach. Auch wenn die "Störche" im Duell mit den "Löwen" als leichter Favorit gelten, wissen die Kieler um die Kniffligkeit der Aufgabe. "Wir müssen als Einheit auftreten", stellt Kapitän Rafael Kazior he raus. "Es kommt nicht nur auf die fußballerische Qualität an." In dieser Disziplin ist Kiel stärker. Das ließ sich sogar Trainer Thorsten Gutzeit entlocken, nachdem er sich in Videoanalysen und Gesprächen mit Chefscout Carsten Wehlmann, Sportdirektor Andreas Bornemann und Co-Trainer Jan Sandmann, die die Nordhessen beobachteten, über den Gegner informiert hatte. Die Stärken der Gäste liegen in der Defensive. Als "sehr geschlossen" und "robust" bezeichnete Gutzeit die Kasseler. "Zudem sind sie mit einigen großen Spielern sehr stark bei Standards."

Der Holstein-Coach hat seine Spieler intensiv auf den Kontrahenten vorbereitet. "Alle sind sehr konzentriert", hat er beobachtet. "Es ist eine positive Spannung zu spüren." Gutzeit erhofft sich ein ähnliches Auftreten wie vor zehn Tagen gegen Havelse, als der Verlust von sechs Punkten durch die Insolvenz des FC Oberneuland einen Tag vor dem Spiel den Druck enorm erhöht hatte. "Die Mannschaft ist damit sehr gut umgegangen. Im Nachhinein hat uns diese Situation geholfen", glaubt er. "Alle Spieler sind heiß darauf, am Sonntag nach dem Rückspiel als Drittligist in den Urlaub zu gehen."

Personell kann Kiel aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Andy Hebler (Kreuzbandriss) sind alle Spieler im Training, ein Fragezeichen steht nur hinter Rechtsverteidiger Patrick Herrmann (Kapselriss im Knöchel).

Wer auch immer aufläuft, wird eine besondere Atmosphäre spüren. Gestern gingen die letzten Stehplatztickets weg, Restkarten könnte es bestenfalls für den Gästeblock geben. Mehr als 10 000 Fans werden im Holstein-Stadion erwartet. "Schon zuletzt war die Unterstützung sehr positiv", sagt Gutzeit. "Darauf setzen wir auch jetzt." Eine TV-Übertragung gibt es nicht, doch der NDR überträgt Hin- und Rückspiel per Livestream im Internet.

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