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Judo : Judoka Kräh überwältigt nach WM-Bronze

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Mit Tränen des Glücks feierte Judoka Majlinda Kelmendi den ersten WM-Titel für ihr Heimatland Kosovo, Bronze-Frau Mareen Kräh verschlug es einfach nur die Sprache.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 13:53 Uhr

«Unbeschreiblich! Ich bin sprachlos», sagte die 29-Jährige aus dem brandenburgischen Spremberg nach ihrem überraschenden dritten Platz bei der Judo-WM in Rio de Janeiro.

Frauen-Bundestrainer Michael Bazynski zollte seinem Schützling nach einem grandiosen Wettkampf in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm Respekt: «Endlich hat sie es geschafft. Verdient hat sie es schon lange.» Es war die erste Medaille für die deutschen Judokas bei der WM am Zuckerhut.

Dass nicht noch mehr für Kräh heraussprang, lag allein an der 22 Jahre alten Kelmendi. Im Pool-Finale hatte die Deutsche nach nur 28 Sekunden das Nachsehen gegen die Athletin, die erstmals für ihr Heimatland bei einem internationalen Wettkampf an den Start gehen konnte. Am Ende stand der erste WM-Titel für einen für den Kosovo angetretenen Athleten. «Das ist für mich ein sehr emotionaler Moment, ich bin einfach nur stolz», sagte Kelmendi.

Kosovos Sportminister Memli Krasniqi dankte seinem «Golden Girl» via Twitter. «Das ist ein spektakulärer Sieg und ein historischer Moment für den Sport im Kosovo.» Das Ministerium in Pristina bestätigte am Mittwoch, dass der WM-Sieg Kelmendis der erste internationale Titel überhaupt für einen für Kosovo startenden Sportler ist.

Im vergangenen April hatte Kelmendi bei den Europameisterschaften in Budapest den dritten Platz belegt, damals konnte sie allerdings noch nicht für ihr Heimatland antreten. Auch bei Olympia vor einem Jahr in London konnte sie nicht für den Kosovo auflaufen, sondern schloss sich dem albanischen Team an.

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